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Intelligent Assistent: Sicherheit für Motorräder

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Sicherheit wie beim Auto: Immer mehr aus dem Auto bekannte Sicherheitssysteme wie der Totwinkel-Assistent halten auch beim Zweirad Eingzug. Foto: Bosch
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Sicherheit wie beim Auto: Immer mehr aus dem Auto bekannte Sicherheitssysteme wie der Totwinkel-Assistent halten auch beim Zweirad Eingzug. Foto: Bosch
Unsichtbares Sicherheitsnetz: Bei diesem von Bosch entwickelten Totwinkel-Assistenten scannen vier Ultraschall-Umfeldsensoren die Umgebung, um dem Biker beim sicheren Spurwechsel zu helfen. Foto: Bosch
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Unsichtbares Sicherheitsnetz: Bei diesem von Bosch entwickelten Totwinkel-Assistenten scannen vier Ultraschall-Umfeldsensoren die Umgebung, um dem Biker beim sicheren Spurwechsel zu helfen.
Schützende Funktionskleidung: Der italienische Hersteller Dainese bietet Westen (im Bild die D-Air Street) und Jacken mit integriertem Airbag an. Foto: Dainese
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Schützende Funktionskleidung: Der italienische Hersteller Dainese bietet Westen (im Bild die D-Air Street) und Jacken mit integriertem Airbag an. 
Ducati verkauft das Geländemotorrad Multistrada D-Air für 19 490 Euro mit einer Airbag-Jacke von Dainese. Foto: Ducati
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Ducati verkauft das Geländemotorrad Multistrada D-Air für 19 490 Euro mit einer Airbag-Jacke von Dainese.
Die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) unterstützt den Fahrer automatisch in Fahrsituationen wie zum Beispiel in Schräglagen bei der Kurvenfahrt. Foto: Bosch
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Die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) unterstützt den Fahrer automatisch in Fahrsituationen wie zum Beispiel in Schräglagen bei der Kurvenfahrt. 
Automatische Stabilitätskontrolle: Bei der BMW R 1200 GS regelt sie serienmäßig etwa das Antriebsmoment des Motors, um ein Durchdrehen des Hinterrades zu vermeiden. Foto: BMW/Michael Alschner
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Automatische Stabilitätskontrolle: Bei der BMW R 1200 GS regelt sie serienmäßig etwa das Antriebsmoment des Motors, um ein Durchdrehen des Hinterrades zu vermeiden. 
Sicherheit durch direkte Information: BMW will nächstes Jahr einen Helm mit Head-up-Display auf den Markt bringen, bei dem sich etwa Infos für Geschwindigkeit oder Warnhinweise einblenden lassen. Foto: BMW
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Sicherheit durch direkte Information: BMW will nächstes Jahr einen Helm mit Head-up-Display auf den Markt bringen, bei dem sich etwa Infos für Geschwindigkeit oder Warnhinweise einblenden lassen.
Sichere Kommunikation: Durch den Austausch von Fahrzeugdaten sollen künftig Motorräder und Autofahrer vor einem Zusammenstoß gewarnt werden. Foto: BMW
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Sichere Kommunikation: Durch den Austausch von Fahrzeugdaten sollen künftig Motorräder und Autofahrer vor einem Zusammenstoß gewarnt werden.

Motorradfahrer leben gefährlicher als Autofahrer. Schließlich gibt es auf dem Bike keine Knautschzonen oder Anschnallgurte. Doch neue Systeme sollen die Sicherheit erhöhen.

Motorrad fahren ist gefährlich - weder Knautschzonen noch Sicherheitsgurte schützen die Biker. Doch die Hersteller rüsten an verschiedenen Stellen auf. Seit diesem Januar müssen alle neu typgeprüften Motorräder mit elektronischem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet sein.

Ab Januar 2017 muss dann ABS in allen neu zugelassenen Motorrädern über 125 Kubikzentimeter vorhanden sein.

Laut ADAC gibt es mehr als 300 Modelle mit ABS. Es verhindert das Blockieren der Räder und vereinfacht das Bremsen. Selbst ungeübte Fahrer trauen sich, die volle Bremsleistung abzurufen. Denn das Bike bleibt beim Bremsen lenkbar und in der Spur. So kann ein Sturz oft verhindert werden.

Neben dem ABS hilft eine integrierte Traktionskontrolle oder eine zusätzliche Stabilitätskontrolle. Droht das Hinterrad durchzudrehen, drosselt die Motorelektronik die Leistung, und das Motorrad stabilisiert sich. Es verhindert damit das Wegrutschen in Kurven, das Abheben des Hinterrads (Stoppie) und ein Aufsteigen des Vorderrads (Wheelie) beim Beschleunigen. Bei regelbaren Traktionskontrollen kann der Fahrer das Eingriffsniveau bestimmen.

Zulieferer wie Continental und Bosch entwickeln seit Jahren Sicherheitssysteme für Zweiräder, Bosch unter anderem unterschiedliche ABS-Module und Stabilitätskontrollen. Die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) unterstützt den Fahrer in allen Fahrsituationen wie in Schräglagen bei Kurvenfahrt, beim Bremsen und Beschleunigen. Außerdem bietet der Zulieferer einen Totwinkel-Assistenten an, der mit vier Ultraschall-Umfeldsensoren die Umgebung beobachtet und dem Biker beim sicheren Spurwechsel hilft.

Ducati verkauft das Geländemotorrad Multistrada D-Air mit einer integrierten Airbag-Jacke von Dainese. Der italienische Hersteller bietet seine Westen (750 Euro) und Jacken (1500 Euro) mit integriertem Airbag auch einzeln an. Bei einem Test des ADAC reagierte die Jacke schnell und überzeugte die Ingenieure.

Warnung vor Crash

Zukünftig sollen Motorräder und Autofahrer schon vor einem Zusammenstoß gewarnt werden. Durch die sogenannte Vehicle-to-x-Kommunikation, also das Weitergeben von Fahrzeugdaten untereinander, ließen sich künftig mehr Unfälle vermeiden. "Das Auto wird dann automatisch auf ein herannahendes Motorrad aufmerksam gemacht - lange bevor der Autofahrer es überhaupt sieht", sagt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Unfallforscher Siegfried Bockmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat errechnet, dass neue Assistenzsysteme für Kreuzung- und Querverkehr, Linksabbiegen, Kurven- und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 90 Prozent der Unfälle positiv beeinflussen können. Theoretisch - denn ob und wann die Technik eingesetzt wird, ist fraglich. Motorräder verkaufen sich im Vergleich zu Autos deutlich weniger. "Geringe Stückzahlen rentieren sich aber für manche Systeme nicht", sagt Brockmann.

Eine Kommunikation unter Fahrzeugen sieht er allerdings nicht in den nächsten 15 Jahren: "Damit das funktioniert, müssen fünf bis zehn Prozent der Fahrzeuge damit ausgestattet sein." Bei Motorrädern mit einem Durchschnittsalter von 15,7 Jahren wird das dauern. Bis dahin zählt vor allem eines: die persönliche Schutzausrüstung mit Helm und Schutzkleidung. Und eine angemessene Fahrweise. "Jeder Motorradfahrer sollte mit Verstand fahren", sagt Bente. Das heißt: vorausschauend fahren und für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken.

dpa/tmn

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