Wiederbelebung nach Vodka

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Marquartstein - Reanimation statt Party-Spaß: Drei 14 und 15 Jahre alte Mädchen teilten sich eine Flasche Vodka. Zwei von ihnen landeten auf der Intensivstation und mussten wiederbelebt werden.

Ein folgenschwerer Alkoholmissbrauch von zwei 14- und 15-jährigen Mädchen hat sich am Landschulheim Marquartstein (LSH) zugetragen: Zunächst ließ sich die 14-Jährige von ihrem vier Jahre älteren Freund in einem Marquartsteiner Supermarkt eine Flasche Wodka legal besorgen. Anschließend übergab der 18-Jährige der Minderjährigen die Flasche.

Wenige Tage später trafen sich die beiden Mädchen, so die Polizei gestern weiter, zusammen mit einer weiteren Minderjährigen und füllten den Wodka zu gleichen Teilen in drei teils geleerte Colaflaschen. Das eine Mädchen trank nur einen geringen Teil des Wodka-Cola-Gemisches. Die 14- und die 15-Jährige konsumierten den überwiegenden Anteil des Mischgetränkes und zogen sich anschließend volltrunken in ihre Zimmer im LSH zurück.

Nachdem das Fehlen der beiden Mädchen auffiel, leiteten die Erzieher eine sofortige Suche ein. Nach kurzer Zeit wurden die Minderjährigen bewusstlos in ihren Zimmern aufgefunden. Die 14-Jährige musste sogar reanimiert werden, beide Mädchen wurden anschließend bewusstlos in die Intensivstation des Klinikums Traunstein eingeliefert, wo sie allerdings tags darauf von den Eltern abgeholt werden konnten.

Gegen den 18-Jährigen aus Rosenheim leitete die Polizei Grassau Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz ein. Er muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Wie der Leiter des Landschulheims Erwin Appenzellner mitteilte, wurden die beiden Mädchen inzwischen der Schule verwiesen. Der Vorfall hatte sich bereits Ende Februar ereignet, ist aber erst jetzt publik geworden.

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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