Gästezahlen rückläufig

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Grassau - Die Übernachtungen in Grassau sind um 3,85 Prozent zurückgegangen. Mit den Zahlen und Gründen beschäftigte sich der Tourismusbericht:

Nach Auskunft von Touristikleiterin Sabine Bader in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung ist diese Zahl vorwiegend durch rund 5000 weniger Übernachtungen in den Hotels zustandegekommen. Nach Abschluss der Modernisierung des Sporthotels würden aber die Übernachtungszahlen wieder steigen. Der Tourismusbericht zur Haushaltsberatung machte deutlich, dass die Gemeinde heuer ein Defizit von rund 126000 Euro zu tragen hat.

An Einnahmen kann im Tourismusbereich mit 368400 Euro gerechnet werden. Dem stehen Ausgaben von 494140 Euro gegenüber. Somit bleiben knapp 126000 Euro, die die Gemeinde finanzieren muss. Zu den verschiedenen Anschaffungen erklärte Bürgermeister Rudi Jantke, dass 15800 Euro für die EDV-Ausstattungen veranschlagt werden. Ein Ansatz von 30000 Euro wurde vorab für den Bergerlebnisweg am Staffen veranschlagt, den die Gemeinde Marquartstein realisieren möchtet. Dies sei die Kostenbeteiligung von Grassau. Bevor aber Grassau eine Entscheidung hinsichtlich einer Beteiligung treffe, solle das Projekt vorgestellt und im Marktgemeinderat beraten werden, so Jantke.

In ihrem Tourismusbericht ging Sabine Bader auf die Übernachtungszahlen ein. Insgesamt wurden im letzten Jahr 152200 Übernachtungen und rund 31000 Gäste verzeichnet. Dies entspreche einem Rückgang an Übernachtungen von 6,1 Prozent und an Gästen von 3,85 Prozent. Rund drei Prozent weniger Übernachtungen können auf die Hotels zurückgeführt werden. Zudem befinde sich das größte Hotel, "Sporthotel Achental", in der Umbau- und Modernisierungsphase, wobei geringere Übernachtungszahlen logisch seien, so Bader.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte der Faschingszug, der auch ein Mehr an Übernachtungen brachte. Auch das Interesse am Golfplatz sei sehr groß, so Bader, es werde häufig nachgefragt. Wichtig sei zudem der neue Moorerlebnispfad, denn gerade eine kostenlose Attraktion würden die Gäste gerne annehmen. Dieses Jahr werden in Zusammenarbeit mit Übersee hier Führungen angeboten.

Sommerkonzerte bei Gästen beliebt

Auf große Resonanz stieß die Landesausstellung Götterdämmerung. Beliebt seien zudem die Sommerkonzerte. Heuer werde es von Juni bis September diese Sommerkonzerte wöchentlich im Hefterstadel geben. Um Gäste hinsichtlich der Unterkunft gut beraten zu können, werden sich die Mitarbeiterinnen der Touristinformation das Ferienwohnung-, Zimmer- und Gasthofangebot ansehen.

Geplant sei, die Touristin-formation in Rottau zu renovieren. Neu geregelt werde der Kartenvorverkauf. Somit sei es möglich, Karten für Veranstaltungen im Hefteranwesen online zu buchen, zu bezahlen und dann geschickt zu bekommen. Natürlich können Eintrittskarten auch weiterhin in der Touristinformation geholt werden. Der A bis Z-Prospekt werde im Sinne einer "was tue ich im Urlaub"-Broschüre überarbeitet. Man wolle die Gäste durch den Urlaub leiten und auch Ausflugsziele vorstellen.

Überprüft werden müsse heuer auch das Prädikat "Luftkurort". Laut Bürgermeister Jantke stehe diese Überprüfung alle zehn Jahre an. Die Kosten von 6000 Euro für das Gutachten seien im Haushalt fixiert.

In der Touristinformation wurde die Angebotspalette an Wanderführern aus der Region erweitert. Zudem können Gäste eine "Flaschenpost" verschicken. Kleine Plastikfläschchen mit Schriftrolle werden frankiert und gehen dann per Post zum Adressaten.

Schließlich berichtete Sabine Bader noch über verschiedene Wanderwege und neue Beschilderungen und Jantke informierte, dass der Chiemseeradweg verbessert werde. Um als Premiumradweg zu gelten, solle nun auch der Achentalrundweg aufgenommen werden.

Ohne weitere Diskussion wurde der Haushaltsansatz für den Bereich Fremdenverkehr einhellig vom Gremium akzeptiert.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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