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Grassau: Kindergärten erhalten Zuschus vom Bundesfamilienministerium

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    • 20.07.12
    • Grassau
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"Sprache und Integration"

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Grassau - Den beiden Grassauer Kindergärten Mariä Himmelfahrt und Sankt Irmingard werden vom Bundesfamilienministerium rund 130.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Über die Bundesförderung zur Sprache und Integration in den Kindergärten freuen sich von links Monika Lermer (Leiterin St.Irmingard), Irene Stemmer (Leiterin Mariä Himmelfahrt) die beiden neuen Fachkräfte Marlies Hell (St.Irmingard) und Katja Kink (Mariä Himmelfahrt) sowie Monika Irger, Trägerbeauftragte und Pfarrer Andreas Horn.

© eder

Über die Bundesförderung zur Sprache und Integration in den Kindergärten freuen sich von links Monika Lermer (Leiterin St.Irmingard), Irene Stemmer (Leiterin Mariä Himmelfahrt) die beiden neuen Fachkräfte Marlies Hell (St.Irmingard) und Katja Kink (Mariä Himmelfahrt) sowie Monika Irger, Trägerbeauftragte und Pfarrer Andreas Horn.

Mit der Offensive "Frühe Chancen - Schwerpunkt-Kitas, Sprache und Integration" unterstützt das Bundesfamilienministerium über 4000 Einrichtungen in Deutschland und nun auch die beiden Grassauer Kindergärten Mariä Himmelfahrt und Sankt Irmingard. Mit rund 130.000 Euro werden eine Ganztagesstelle, auch Fortbildungen und Lernmaterialien finanziert.

Monika Irger, Trägerbeauftragte der Katholischen Kirche und zuständig für die Verwaltung der Kindergärten, konnten die Zusage für die Förderung im Kindergarten Mariä Himmelfahrt unterbreiten.

Obwohl in beiden Kindergärten Sprachförderung und Integration bereits seit vielen Jahren betrieben werde (Mariä Himmelfahrt seit 2004/2005 und St. Irmingard 2005/2006), stelle diese staatliche Förderung eine hervorragende Ergänzung dar, sagte Monika Irger. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstütze damit Kinder mit sprachlichem Förderbedarf durch eine in den Kindertagesstätten integrierte, altersgerechte Förderung. Grassau sei mit den beiden Kindergärten seit Juni in diesem Förderprogramm, wobei Haupteinrichtung der Kindergarten Mariä Himmelfahrt ist. Die Förderung laufe bis zum 31. Dezember 2014.

Laut Irger mussten einige Voraussetzungen erfüllt werden, um im Programm aufgenommen zu werden. So müssen beide Einrichtungen Kinder unter drei Jahren aufnehmen. Auch sollten beide Einrichtungen von einem hohen Anteil an Kindern mit erhöhtem Sprachförderbedarf besucht werden. Dies betreffe nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, sondern auch deutsche Kinder, die Defizite im Sprachbereich aufweisen.

Als drittes Kriterium galt es Kinder zu betreuen, deren Beiträge über das Sozial- und Jugendamt finanziert werden, also aus sozial schwächer gestellten Familien stammen. Alle drei Aufnahmekriterien können die beiden Kindergärten aufweisen, so Irger. Gefördert werde eine Ganztagesstelle, die in Grassau auf zwei Halbtagesstellen aufgeteilt wird. Im Kindergarten Mariä Himmelfahrt übernehme die Sprach- und Integrationsförderung Katja Kink und im Kindergarten Sankt Irmingard ist Marlies Hell zuständig. Für die beiden Damen werde zudem die Fortbildung über das Programm finanziert, wobei 70 Unterrichtseinheiten absolviert werden müssen. Beide Damen wurden neu übernommen, berichtete Monika Irger.

Schließlich finanziert der Bund auch die für die Sprachförderung der Kinder notwendigen Sachaufwendungen. Besondere Anerkennung zollte Pfarrer Andreas Horn der Trägerbeauftragten Irger, die die Kindergärten für diese Förderung vorgeschlagen hatte. Sie habe sehr großen Aufwand betrieben, damit beide Einrichtungen vom Fördertopf profitieren können. Die Sprache sei der wichtigste Schritt in die Integration, betonte er. Zudem werde die Qualität der Kindergärten durch dieses Programm aufgewertet, meinte Pfarrer Horn. Monika Irger informierte hierzu, dass es mit dem einmaligen Aufnahmeantrag und Bewilligung nicht getan sei, sondern auch halbjährlich Rechenschaftsberichte über die Arbeit erfolgen müssen.

Voll des Lobes waren auch die Kindergartenleiterinnen Irene Stemmer (Mariä Himmelfahrt) und Monika Lermer (St. Irmingard), die über zusätzliches qualifiziertes Personal zurückgreifen können. Beide Erzieherinnen werden in den Gruppen mitarbeiten und so die Sprachförderung der Kinder übernehmen. Natürlich wird es zudem auch Einzelförderungen geben. Irene Stemmer betonte, dass auch die Eltern der Kinder mit Migrationshintergrund ins Boot geholt werden sollen und auf Sprachkurse hingewiesen werde. So könne Integration geschaffen werden.

tb/Chiemgau-Zeitung

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