Hans Höglauer geehrt

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Schleching – Mit dem Festabend im Schlechinger Gasthof „Zur Post“ endete für Vorstand Hans Höglauer der VR Bank Rosenheim-Chiemsee die Festwoche zu seinem Abschied in den Ruhestand.

Nach der Verabschiedung von den Mitgliedervertretern und im Rahmen der Betriebsversammlung von den Mitarbeitern haben die VR Bank, der Aufsichtsrat und der Vorstand, nach den Worten von Vorstand Konrad Irtel, Menschen eingeladen, die für Hans Höglauer bedeutend sind. Die etwa 190 geladenen Gäste kamen aus ganz Deutschland, Südtirol und Tirol. Vom Genossenschaftsverband Bayern waren der Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzende Professor Dr. h.c. Stephan Götzl und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Erhard Gschrey gekommen.

"Mit der Politik ist es wie beim Kunstturnen, es kommt auf den guten Abgang an", begann Professor Götzl seine Laudatio, in der er auf die verschiedenen Facetten Höglauers einging. Als "Banker" sei es ihm gelungen, die Menschen zu führen und die Mitarbeiter mitzunehmen. Er habe vier Fusionen der Bank mitgestaltet und positiv vollendet und fundiert Nachfolger ausgebildet. Zu der unternehmerischen und menschlichen Entwicklung könne Götzl nur gratulieren.

Eine schillernde Dimension der Persönlichkeit von Höglauer sei die große Leidenschaft für die Jagd. Ausdauer und Geduld, Hege und Pflege, die Topografie zu kennen, Ziele zu verfolgen und manchmal auch abzudrücken, seien Merkmale dieser Leidenschaft. Sein Ziel sei, in der Gegenwart zu leben und rechtzeitig aufzuhören. Nicht zuletzt sei Höglauer Familienmensch und als ehemaliger Priesterseminarist von tiefem Glauben geprägt. Er habe Auseinandersetzungen nicht gescheut, aber stets das Miteinander und das Machbare gesucht. Professor Götzl zeichnete anschließend Hans Höglauer für dessen Verdienste mit der Ehrennadel in Gold und einer Urkunde des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes aus.

"Zeit ist die einzige Anleihe, die selbst ein dankbarer Empfänger nicht zurückzahlen kann (Lucius Annaeus Seneca)", begann Höglauer seinen Dank an Professor Götzl für die Laudatio, für die sehr persönlichen und anerkennenden Worte sowie für die Ehrung und Auszeichnung. Als langjähriger Fachausschuss-Vorsitzender Marketing und Vertrieb lag Höglauer die Werbung am Herzen. Deshalb stellte er ein liebevolles Plädoyer für die wunderbare Urlaubsregion Achental-Chiemgau, eine der schönsten in Deutschland, an den Anfang.

"Die 35 Jahre Zugehörigkeit zu unserer Genossenschaft, zur großen genossenschaftlichen Familie und die 25 Jahre Vorstandstätigkeit waren eine spannende, interessante und wunderschöne Zeit, die rückblickend sehr schnell, eigentlich zu schnell vergangen ist," sagte Höglauer.

Sein Bankleben begann Höglauer als Auszubildender bei der seinerzeitigen Volksbank Prien. Den Grundstein für seine 24-jährige Vorstandstätigkeit legte 1985/86 das Genossenschaftliche Bankführungsseminar auf der Akademie der Raiffeisen- und Volksbanken in Montabaur, das er der Förderung durch den Vorstand Gerhard Ruf der Volksbank Prien verdankte. Zuerst war Höglauer Vorstand in Reit im Winkl, dann kamen die Fusionen mit Unterwössen-Schleching, mit Übersee und mit Ruhpolding-Inzell. Höglauer würdigte die kollegiale und von gegenseitigem Respekt getragene gute Zusammenarbeit im Vorstand, die vor allem Konrad Irtel als Moderator der Vorstandssitzungen und Koordinator der Vorstandsarbeit zu verdanken sei.

Während der 24 Jahre als Vorstand habe ihm Brigitte Gnadl loyal zur Seite gestanden, seine Arbeit hervorragend unterstützt und nach Fusionen mit ihm den Arbeitsplatz gewechselt. Für das Verständnis und die Rücksichtnahme gegenüber seiner beruflichen Tätigkeit, dankte Höglauer auch seiner Frau Regina und seinen Kindern.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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