Mittelschule Achental startet im September

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Grassau - Die Mittelschule Achental nimmt im September ihren Betrieb auf. Unter ihrem Dach werden die Hauptschulen in Grassau, Unterwössen und Übersee zusammengeführt.

Zum "Verbundkoordinator", der die Klasseneinteilung in der Mittelschule festlegt, hat die Regierung Klaus Biersack, den Rektor in Grassau, bestellt.

Die Hauptschule in Grassau ist ein wesentlicher Bestandteil der künftigen Mittelschule Achental. In der jüngsten Sitzung des Hauptschulverbandes erläuterte der Vorsitzende, der Grassauer Bürgermeister Rudi Jantke, dass bis heute noch keine offizielle Genehmigung für die Mittelschule vorliege. Sie sei jedoch eine Formsache. So habe die Regierung bereits einen "Verbundkoordinator" bestimmt - und zwar Klaus Biersack.

Vereint werden die Hauptschulen in Grassau, Unterwössen und Übersee. Den Sachaufwand im Schulverbund tragen künftig sieben Gemeinden: Grassau, Marquartstein, Staudach-Egerndach, Unterwössen, Schleching, Reit im Winkl und Übersee.

Neben Grassau bleiben auch die Schulen in Unterwössen und Übersee bestehen. So wird der Unterricht nach Angaben von Jantke dort auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Zum Vorteil gereiche, dass in der Mittelschule erlaubt sei, eine Klasse mit weniger als 15 Schüler zu bilden. In Übersee etwa, so Jantke am gestrigen Donnerstag in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, - werde so eine Klasse im nächsten Schuljahr geschaffen.

Die Mitglieder des Schulverbandes der Hauptschule Grassau diskutierten in der jüngsten Sitzung auch über die Jugendsozialarbeit. Jantke informierte über ein Schreiben von Landrat Hermann Steinmaßl an die Regierung und das Ministerium. Der Landrat habe sich vehement für die Aufstockung der Sozialarbeit von einer halben auf eine ganze Stelle eingesetzt. Auch er, Jantke, habe versucht mit einem Brief an Sozialministerin Christine Haderthauer auf die Problematik aufmerksam zu machen. Jantke bedauerte, dass er von dem Besuch der Ministerin vor kurzem im Chiemgau erst spät erfahren und leider dann verhindert gewesen sei.

Schulleiter Klaus Biersack, der diesen Brief übergeben und mit der Ministerin gesprochen hatte, berichtete, dass Haderthauer von der Möglichkeit, die zweite halbe Stelle aus Bundesmitteln zu finanzieren, gesprochen habe. Landtagsabgeordneter Klaus Steiner werde sich diesbezüglich informieren.

Biersack hob die Bedeutung der Jugendsozialarbeit hervor und lobte auch die junge Fachkraft Stefanie Pickl, die sehr gut integriert, sehr engagiert und begeisterungsfähig sei. Sie genieße bei den Schülern auch hohes Ansehen. "Wir können von Glück reden", so Biersack, "dass Frau Pickl bleibt" - obwohl ihr nur die halbe Stelle ermöglicht werde.

Weiter informierte der Leiter der Grund- und Hauptschule Grassau, dass ein Grundschulchor in Planung sei. Dieser Chor solle ähnlich aufgebaut werden wie das Klassenmusizieren und ergänzend zum Unterricht den interessierten Schülern angeboten werden. Die Kosten sollten aus dem Haushalt der Schule bestritten werden. Auch berichtete er von einer beabsichtigten Umstrukturierung der Fachräume. Hierzu solle eine Ortsbesichtigung erfolgen.

Schließlich gab Biersack bedauernd bekannt, dass Konrektor Thomas Lindlacher die Schule verlassen werde. Lindlacher werde im kommenden Jahr eine Stelle als Seminarleiter annehmen und Lehramtsanwärter ausbilden. Erst Ende September werde der neue stellvertretende Schulleiter bekannt sein.

tb/pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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