Vorläufige Planung zum neuen Wertstoffhof der Gemeinde vorgestellt

Von Kosten überrascht

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So könnte die Halle für den neuen Wertstoffhof im nördlichen Marquartsteiner Gewerbegebiet aussehen: Josef Hörfurter vom Planungsbüro in Schechen stellte dem Gemeinderat seine Pläne vor. 

Marquartstein - Das vorläufige Konzept für den Wertstoffhof mit Wasserwerk und Probenraum für die Musikkapelle wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Der zeigte sich überrascht:

Das vorläufige Konzept für den Wertstoffhof mit Wasserwerk und Probenraum für die Musikkapelle stellte Josef Hörfurter vom gleichnamigen Planungsbüro aus Schechen dem Gemeinderat vor. Vor etwa zwei Monaten hatte der Gemeinderat bereits beschlossen, den neuen Wertstoffhof im Gewerbegebiet anzusiedeln und gleichzeitig dort im ersten Stock einen Probenraum für die Musikkapelle zu schaffen, die derzeit sehr beengt in einem Raum in der Volksschule untergebracht ist. Außerdem soll für die Zentrale des gemeindlichen Wasserwerks, die sich bisher im Bauhof befindet, mehr Platz geschaffen werden.

Die Grundstücksgröße für den neuen Wertstoffhof gegenüber dem Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet beträgt 1749 Quadratmeter. Die Verwaltung beauftragte das Planungsbüro Josef Hörfurter mit der vorläufigen, groben Planung der Halle. Bürgermeister Andreas Dögerl wies darauf hin, dass keine Container außerhalb des Wertstoffhofs herumstehen und das Bild verschandeln soll-ten.

Dieses Projekt einer "Kalthalle" (unbeheizbare große Halle) sei keine große Herausforderung, was das Volumen betreffe, sagte Hörfurter im Gemeinderat. Es handle sich um ein "dynamisches System", bei dem die Logistik des Befüllens von Containern eine wichtige Rolle spiele. Auch das Personal müsse "auf Zack" sein, damit alles klappe. Ein Problem sei es, dass man noch nicht ge-nau wisse, wie und wie viel Müll in der Zukunft getrennt werde.

Bei den Plänen sind alle Vorgaben und Abstandsflächen des Bebauungsplanes eingehalten. Die seitliche Wandhöhe der Halle beträgt sieben Meter. Die Container würden nicht während der Öffnungszeiten des Wertstoffhofs geleert, so Hörfurter. Die Leute sollten außerhalb der Halle parken und den Müll in die Halle bringen.

Der Bürgermeister sagte, die geplante Halle sei "ziemlich kompakt", aber Flexibilität müsse unbedingt gewährleistet sein. Die Wege für die Benutzer der Wertstoffhofs seien nicht weiter als bisher. Vieles sei eine Sache der Organisation, nicht nur der Architektur, so Dögerl. Bei dem geplanten Wertstoffhof handele es sich um den ersten völlig eingehausten im Landkreis.

Wie der Planer berichtete, ist weiter eine zirka 13 Quadratmeter große Anlaufstelle für die Besucher geplant und das Wasserwerk im Bereich der Garagen. Im Obergeschoss wird der Übungsraum für die Musikkapelle rund 140 Quadratmeter betragen mit dahinter liegendem Büro und sanitären Anlagen.

Eine längere Debatte gab es zu den grob veranschlagten Kosten. Nach erster Schätzung liegen die Kosten für den Hallenbau mit elektrischen Toren bei netto 1,6 Millionen Euro plus rund 125.000 Euro für die Außenanlagen.

Viele Gemeinderäte hielten die Kosten für zu hoch, und auch Bürgermeister Dögerl sagte, er sei überrascht von den hohen Kosten gewesen. Geschäftsleiter Florian Stephan gab zu bedenken, dass es falsch sei, bei diesen Kosten nur von "Wertstoffhof" zu sprechen. Es handle sich vielmehr um ein "mehrfach funktionelles Gebäude" mit drei Nutzungen - dies relativiere die Kosten erheblich.

Einstimmig beschlossen wurde, dass das Planungsbüro kostengünstigere Varianten vorlegen soll, wobei die Halle eventuell auch kleiner als bisher geplant ausfallen könne.

gi/Chiemgau-Zeitung

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