Nach Versuch in Reit im Winkl

Drohnen und Roboter: So wird man in Zukunft beliefert!

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Hermes testet die Zustellung von Paketen und Päckchen per Liefer-Roboter.

Reit im Winkl/Hamburg - Sie sehen ein bisschen aus wie überdimensionale Staubsauger mit einer langen Antenne und sind derzeit im hartumkämpften Versandgeschäft der letzte Schrei - die sogenannten Lieferroboter.

Die in Estland entwickelten Geräte fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu fünf Stundenkilometern durch den Großstadtdschungel und sollen durch neun Kameras auch problemlos Hindernissen, wie Fußgängern und Laternenmasten, ausweichen können.

Damit wollen der Versandriese Hermes und das Elektronikunternehmen Metro, zu der auch Media Markt und Saturn gehören, schon bald Kunden schnell und gleichzeitig preiswert nahezu in Echtzeit beliefern. "Der Einsatz von Robotern kann die Zustellung von Päckchen und Paketen speziell im städtischen Raum nachhaltig revolutionieren", meint Hermes Deutschland-Chef Frank Rausch. Auch Lebensmittel und Mediakamente sollen durch die Roboter irgendwann zugestellt werden.

In Düsseldorf und Hamburg beginnt nun ein entsprechendes Pilotprojekt - zunächst mit einem "Aufseher" an der Seite jedes Roboters, um bei Problemen eingreifen und sich im Bedarfsfall mit Passanten und/oder Kunden unterhalten zu können.

Post-Drohne in Reit im Winkl

Andere Unternehmen, wie z.B. Internet-Riese Amazon oder die Deutsche Post, setzen hingegen auf Lieferdrohnen. Zu diesem Zweck gab es anfangs des Jahres einen ausgiebigen Test in Reit im Winkl. Dort flog - nach leichten Anlaufschwierigkeiten - drei Monate lang eine solche Drohne nahezu jeden Tag eine acht Kilometer lange Strecke zwischen einer Packstation und einer Alm auf 1.200 Meter Höhe weitestgehend problemlos.

Demnächst will die Post über weitere Testgebiete entscheiden. Dazu sollen auch die Daten aus Reit im Winkl ausgewertet werden. Mit der Drohne will die Post Pakete vor allem in dünn besiedelten Gebieten aus der Luft an eine Paketstation liefern.

mw

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