Reit im Winkl: Ganoven wie bei James Bond

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Reit im Winkl - Einen zerstörten und gestohlenen Bentley für 250.000 und Schmuck im Wert von einer Million Euro: Das alles fanden Ermittler in Reit im Winkl.

Während einer Verfolgungsfahrt am Sonntag, 14.10.2012, flüchtete der Fahrer eines gestohlenen Bentley aus Tirol ins oberbayerische Reit im Winkl, wo es zu einem Verkehrsunfall mit einem anderen Pkw kam. Die Traunsteiner Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.

Einer Streifenwagenbesatzung der Tiroler Polizei fiel das teure Fahrzeug mit schweizer Kennzeichen an einer Tankstelle in Erpfendorf auf. Als sie den Fahrer kontrollieren wollten, flüchtete dieser mit dem Bentley mit hoher Geschwindigkeit zuerst in Richtung Kössen und dann weiter über die Grenze nach Bayern. Im Gemeindegebiet von Reit im Winkl verlor der Flüchtende um kurz nach 17 Uhr in einer scharfen Rechtskurve die Kontrolle über den Wagen und prallte am ehemaligen Zollamt frontal gegen einen haltenden Mercedes. Stark beschädigt fuhr der Fahrer der Nobelkarosse trotzdem weiter und stellte das Auto hinter einem Firmengebäude ganz in der Nähe ab. Der Fahrer flüchtete von dort aus weiter zu Fuß. Mit zahlreichen Streifen, Diensthunden und auch Hubschraubern wurde zwar von der Polizei sofort eine Fahndung nach dem Mann eingeleitet, er konnte jedoch entkommen. Nach Zeugenangaben stieg er vermutlich in das Auto eines Helfers, der ihn abholte.

Das Fachkommissariat der Kripo Traunstein übernahm im Folgenden die Ermittlungen in diesem Fall. Schnell war bekannt, dass der Bentley im Wert von etwa 250.000 Euro am selben Tag in Zürich gestohlen worden war. Im Fahrzeug fanden die Ermittler außerdem Schmuck im Wert von ungefähr 1 Million Euro, der ebenfalls aus einem Einbruch im Raum Zürich stammt. Die Polizeibehörden aus Bayern, Österreich und der Schweiz arbeiteten von da an eng zusammen. Um die Ermittlungen der Polizeibehörden in der Schweiz nicht zu gefährden, musste bis jetzt auf eine Veröffentlichung des Falles in den Medien verzichtet werden. Inzwischen wissen die Strafverfolgungsbehörden, dass es sich bei den Tätern mit hoher Wahrscheinlichkeit um straff organisierte Osteuropäer handeln dürfte.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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