Betreiber und Investor gesucht

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Schleching - Breiten Raum nahm in der letzten Gemeinderatssitzung die Vorstellung der Projektidee einer Ferienanlage für Familien und Menschen mit Handicap ein, die "barrierefreien" Urlaub machen wollen.

Nach vorausgegangenen, nicht öffentlichen Gesprächen im Gemeinderat und im Bauausschuss stellten Josef Beil, Geschäftsführer Aktiva Medici Prien, Rechtsanwalt Dr. Jürgen Klass, München, Rosenheim und Prien, sowie der Priener Steuerberater Rudolf Friedrich das Konzept für die Anlage erstmals in öffentlicher Sitzung vor.

Wie Beil ausführte, soll die Anlage 80 Logiseinheiten erhalten. Vorgesehen ist ein Gesundheitsressort bis Pflegestufe eins mit ärztlicher und pflegerischer Versorgung, Therapiezentrum und Wellness-Einrichtung. Hierfür sind 40 Arbeitskräfte angedacht. Regionale Strukturen und Produkte sollen einbezogen werden. Restaurant und Wellness-Bereich würden auch Einheimischen zur Verfügung stehen.

Ein derartiges Hotelprojekt würde gut in die touristische Infrastruktur von Schleching passen. 83 Prozent des touristischen Angebotes seien derzeit Ferienwohnungen. Nach der erarbeiteten Studie ist die touristische Qualität optimal und das Konzept ideal für den Standort. Es handele sich um eine andere touristische Zielgruppe, als sie bisher in Schleching vorhanden sei. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für zehn Jahre liege vor, so Beil.

Wie Dr. Klass ausführte, laufen Gespräche mit zwei Betreibern von Patientenhotels. Nachdem ein Investor immer nach dem Betreiber fragen würde, müsste zunächst ein Betreiber gefunden werden. Derzeit stehen Betreiber und Investor noch nicht fest. "Was wir vorhaben, gibt es in Oberbayern bisher nicht", sagte Dr. Glass. Wenn der richtige Betreiber gefunden sei, dann sei die Auslastung sichergestellt, die mit 60 Prozent bei hohem Preisniveau liege. Dr. Klass begrüßte, dass die Öffentlichkeit über die Projektidee informiert wird. Die Bürger sollten einverstanden sein.

Nachdem für die Anlage Grünland zu Bauland gemacht werden müsse, forderte Jakob Stadler (UBS) für die Gemeinde Rechtssicherheit, dass das Projekt realisiert wird. Roland Jenne (parteilos) betonte, dass ein "Sondergebiet" nur für dieses Projekt ausgewiesen werden soll. Nachdem die Gespräche bereits 2009 begannen und die Grundstücksbindung zum 31. Dezember 2011 ausläuft, beschloss der Rat einstimmig, auf der Basis der bisherigen Beschlusslage eine Frist bis zum 30. September 2011 für die konkrete Projektplanung zu setzen. Erst wenn Betreiber und Investor feststehen, könne die Gemeinde bauleitplanerische Schritte unternehmen.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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