Weitere Trauungen in Schleching

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Schleching - Die Gemeinde übeträgt Aufgaben des Standesamtes an die Nachbarkommune Unterwössen. Die gute Nachricht dabei: Heiraten kann man auch weiterhin in Schleching.

Die Gemeinde Schleching übeträgt zum 1. Januar nächsten Jahres Aufgaben des Standesamtes an die Verwaltung der Nachbarkommune Unterwössen. Nachdem der Gemeinderat in Schleching im April den Grundsatzbeschluss gefasst hatte, erhielt das Gremium jetzt in der Sitzung im Mai Informationen von Geschäftsleiterin Christine Zaiser über die Einzelheiten. Eine gute Nachricht: Trauungen werden auch weiterhin in Schleching vorgenommen. Der Gemeinderat in Unterwössen hat der Übernahme der Aufgaben zugestimmt.

Es handele sich um eine "große Übertragung", bei der das Dienstsiegel und Register von Unterwössen verwendet werde, erklärte Zaiser. Eingeschlossen seien alle Aufgaben von Geburtsanzeigen bis zu Todesfällen. In Schleching bleiben ihren Angaben zufolge lediglich Trauungen durch Bürgermeister Josef Loferer. Die Gemeinde Unterwössen erhalte als Kostenausgleich jeweils zum 1. Juli jeden Jahres 15 Prozent der Finanzzuweisungen. Außerdem fallen laut Zaiser noch zu erwartende Datenverarbeitungskosten bis etwa 1000 Euro pro Jahr an.

Pläne für Umbau von Schule

In der Gemeinderatssitzung im April hatte Geschäftsleiterin Zaiser den Rat über den Bericht des Evaluierungsteams berichtet, das bayernweit Schulen untersucht und Baumaßnahmen in der Grundschule Schleching anregte. Architekt Helmut Birner schlug jetzt dem Rat einen Umbau in drei Phasen vor.

Im ersten Abschnitt sollen die Brandschutzmaßnahmen mit der Fluchttreppe vom ersten Stock und einer Entrauchung über das Dach sowie einer Trennwand im Flur fertiggestellt werden. In der zweiten Phase ist vorgesehen, die Sanitäranlagen zu sanieren und umzustrukturieren sowie einen Umkleideraum mit Dusche einzubauen. In der dritten werde das Schulleiterzimmer verlegt, das Lehrerzimmer erhalte einen neuen Zugang und ein eigener Kopiererraum werde abgetrennt. Außerdem soll der Turnbereich damit separiert werden. Die Gesamtkosten in allen drei Phasen bezifferte Birner mit 133000 Euro.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Maßnahmen in der ersten Phase mit Kosten von 28000 Euro zu ergreifen und die Aufträge zu vergeben. Die weiteren Phasen sollen je nach Haushaltslage begonnen werden.

Nach Vorlage eines Entwurfes des geplanten Bushäuschens an der Schule von Ratsmitglied Manfred Mix und einer Diskussion entschied sich der Rat mit acht gegen vier Stimmen für die Ausführung des Planes mit Satteldach und drei Glaswänden.

Der Rat beschloss einstimmig die Auftragsvergabe für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Raiten an Swietelsky, Traunstein, für 137000 Euro, die das günstigste Angebot von drei eingegangenen abgegeben hatte. Der Verband für Ländliche Entwicklung muss der Auftragsvergabe noch zustimmen. Die Teilnehmergemeinschaft Raiten hat für die Dorferneuerung Raiten bereits grünes Licht gegeben.

Nachtragshaushalt verabschiedet

Wegen der Sanierung der Ortsdurchfahrt Raiten war der erste Nachtragshaushalt 2012 erforderlich. Der Verwaltungshaushalt steigt von 2,4 auf 2,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 396000 Euro auf 707000 Euro. Der Rat beschloss einstimmig die Nachtragshaushaltssatzung.

In Zusammenhang mit dem Weiterbestehen der Geigelsteinbahn traf sich die Gemeinde mit dem Eigentümer Robert Raffner, der noch keine Angaben zum Umfang der erforderlichen Investitionen machen konnte. Hierzu würden noch Unterlagen fehlen, die er innerhalb von etwa drei Wochen beschaffen will.

Die Gemeinde habe sich inzwischen mit der Wirtschaftsförderung beim Landratsamt Traunstein und der Regierung von Oberbayern in Verbindung gesetzt, sagt Bürgermeister Sepp Loferer. Wenn die Vorbedingungen geklärt seien, sei ein Zuschuss zwischen 20 und 25 Prozent möglich. Loferer stellte bis Mitte Juni ein Treffen mit dem Eigentümer, der Gemeinde, dem Verkehrsverein, Vermietern und Geschäftsleuten in Aussicht.

Der Tennis-Club Schleching hatte einen Antrag auf einen Investitionszuschuss in Höhe von 1350 Euro für die Wegebefestigung mit 90 Quadratmetern Pflastersteinen gestellt. Der Rat genehmigte die Investition. Der Tennis-Club wird die Steine in Eigenleistung verlegen.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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