600.000 Euro mehr Gewerbesteuer

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Prien - Die beste Nachricht, die Kämmerer Georg Schmid bei seinem Zwischenbericht zum Gemeindehaushalt verkündete, betraf die Gewerbesteuer. Sie spült 600.000 Euro mehr in die Kassen.

Nach jetzigem Stand wird sie der Gemeinde heuer 3,6 Millionen Euro in die Kasse spülen - 600.000 mehr als erhofft.

"Das Gewerbesteuersoll liegt zum 24. Mai um rund 600.000 Euro über dem Ansatz von drei Millionen", erklärte Schmid in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Als Hauptgrund nannte er eine Gewerbesteuerabrechnung für 2006, die heuer mit 550.000 Euro nachveranlagt und bezahlt worden sein.

Aus der Beteiligung an der Einkommensteuer hat der Markt Prien im ersten Quartal knapp 975.000 Euro eingenommen, etwas mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sollte das Steueraufkommen bis zum Jahresende gleich bleiben, sei der Ansatz von 3,8 Millionen Euro gesichert, so der Kämmerer.

Negativ fällt im Priener Etat für das laufende Jahr ins Gewicht, dass die Gemeinde knapp 90.000 Euro mehr Umlagen an den Abwasser- und Umweltverband (AZV) Chiemsee entrichten muss. Das geht auf einen Beschluss des AZV vom Februar dieses Jahres zurück.

Diese Mehrausgaben können wiederum durch 113.000 Euro Einnahmen gedeckt werden, die als sogenannte Herstellungsbeiträge für die Abwasserbeseitigung an den Markt Prien bezahlt wurden und ursprünglich nicht einkalkuliert waren.

62.000 Euro teurer als geplant ist unterm Strich der Brucker Kreisel geworden. Darin seien 57.000 Euro enthalten, die für nicht vorhersehbare Entsorgungskosten für Teer zu begleichen seien. Dazu erklärte Bürgermeister Jürgen Seifert, dass fünf Bodenproben entnommen worden seien. "Obenauf liegt eine Asphaltdecke. Trotz der Proben wurde der Teer, der inzwischen kostenpflichtig zu entsorgen ist, nicht festgestellt."

Die Kasse der Marktgemeinde war Schmid zufolge Ende Mai mit rund 3,7 Millionen Euro prall gefüllt. "Hauptgrund für diesen hohen Kassenbestand sind bisher noch nicht benötigte Haushaltsausgabereste für Investitionen von rund 3,25 Millionen Euro aus Vorjahren", erklärte der Kämmerer - also Geld, dass für absehbare Großmaßnahmen wie die Dacherneuerung des Prienavera angespart worden war, aber noch nicht ausgegeben worden ist.

Ob der Haushalt 2011 wie geplant abgewickelt werden kann, hängt laut Schmid neben der weiteren Entwicklung von Gewerbe- und Einkommensteuer auch wesentlich davon ab, ob die eingeplanten Grundstücksverkäufe zustande kommen und das Geld entsprechend fließt. Falls nicht, könnte nach Angaben des Kämmerers auf die Rücklage von einer Million Euro zurückgegriffen werden, die der Markt Prien 2010 dank der sehr positiven finanziellen Entwicklung ansparen konnte.

hä/db/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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