Aschau im Chiemgau

Mädchen (4) ertrunken: Das sagt die Klinikleitung zur Tragödie

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Aschau im Chiemgau - Am Freitagnachmittag wurde eine Vierjährige aus dem Schwimmbecken der Kurklinik gezogen. Die intensiven Erste-Hilfe-Maßnahmen und die umfangreiche Behandlung der Ärzte war leider vergebens.

UPDATE 14.25 Uhr: Das sagt die Klinikleitung

Auf Anfrage von rosenheim24.de war der Geschäftsführerin der Aschauer Klinik Sonnenbichl, Angela Finkenberger, am Telefon die Betroffenheit über das Unglück anzumerken.

Die Kursgäste wurden am Wochenende durch ein Kriseninterventionsteam betreut, teilte sie mit. Es handelt sich jeweils um Mütter mit ihren Kindern, die zur Rehabilitation und Prävention die Klinik aufgesucht haben. In Absprache mit den Kostenträgern werde nun der derzeitige Kurdurchgang beendet, so Finkenberger. Die Gäste reisen nach und nach ab. 

Die Kolleginnen, die am Freitag zur Unglückszeit als Aufsichtspersonen im Dienst waren, wurden beurlaubt. Eine Bewertung des Vorfalls wollte die Geschäftsführerin jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeben: "Es ist noch sehr viel zu klären, die Verfahren laufen noch. Wir möchte die Ergebnisse erst abwarten, bevor wir eine Stellungnahme abgeben", so Finkenberger. 

In der Klinik gebe es ein Schwimmbecken für Kleinkinder und einen abgetrennten Bereich mit tieferem Wasser, der als ein Bewegungsbad fungiert, so Sonnenbichl. Die Vierjährige wurde am Freitagnachmittag leblos im 1,30 Meter tiefen Wasser entdeckt. Als die Tragödie sich ereignete, fand im Becken eine Einheit für Kinder ohne die Mütter statt. 

mg

Erstmeldung am Montagmittag: Pressemitteilung der Polizei

Eine Vierjährige kam bei einem tragischen Unfall in Aschau im Chiemgau ums Leben. Das Kind wurde am Freitagnachmittag, 22. Januar, leblos aus einem Schwimmbecken einer Kurklinik gezogen und verstarb am Sonntag trotz intensivster ärztlicher Bemühungen in einer Münchner Spezialklinik. Jetzt untersucht die Rosenheimer Kriminalpolizei, wie es zu dem traurigen Unfall kommen konnte.

Das vier Jahre alte Mädchen, das aus dem Landkreis Landsberg am Lech stammt und sich mit seiner Mutter in der Aschauer Kurklinik aufhielt, war am Freitag unter Aufsicht von Betreuerinnen mit einigen anderen Kindern in einem Schwimmbecken der Klinik beim Schwimmen. Um 15.10 Uhr wurde das Kind von den Betreuerinnen leblos im 1,30 Meter tiefen Wasser entdeckt und aus dem Becken geholt. Sofort wurde der Rettungsdienst alarmiert und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen. 

Ein Notarzt führte die Reanimationsmaßnahmen fort, das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Spezialklinik geflogen. Doch leider waren alle Bemühungen vergeblich, die Vierjährige wurde in der Klinik am gestrigen Sonntag für tot erklärt.

Die Kripo Rosenheim übernahm die Ermittlungen in dieser Sache, steht mit ihren Untersuchungen derzeit aber noch ganz am Anfang.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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