Streit um die Nutzung des Hotels Hohenaschau

Aschau: Schweigemarsch statt Demonstration

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Wird das ehemalige Hotel Hohenaschau jetzt zu einer Flüchtlingsunterkunft umgewandelt? Bürger wehren sich!

Aschau im Chiemgau - Nach den Verantwortlichen im Aschauer Rathaus reagieren jetzt auch die Gegner der geplanten Nutzung des Hotels als Flüchtlingsunterkunft und nehmen die Schärfe aus der Diskussion

Die Stimmung in der Bürgerschaft von Aschau im Chiemgau war in den vergangenen Wochen angespannt. Die Mehrzahl der Eigentümergesellschaft des Hotels Hohenaschau hatte sich aufgrund sinkender Buchungszahlen für eine Vermietung der Anlage an das Rosenheimer Landratsamt entschieden. Die Behörde hatte geplant, den Hotel-Betrieb dann zur Unterbringung von Flüchtlingen zu verwenden, sehr zum Leidwesen einiger Eigentümer und Anwohner des einzigen, großen Gästeherberge in der Gemeinde.

Für den Erhalt der Hotelkapazität im Hotel Hohenaschau

Unter der Leitung von Heribert Lang, selbst Miteigentümer in der Garni-Hotelanlage und Eigentümer des Restaurants "Zur Burg", hatte sich der Widerstand organisiert und eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Hotelanlage zur Sicherung des Tourismus im Ort gestartet. Bis vor das Aschauer Rathaus wollten die besorgten Bürger ihre Forderung nach dem Erhalt des ehemaligen Hotels Hohenaschau tragen.

Eine erste Entspannung der Situation kommunizierte dann Rathaus-Chef und Bürgermeister Peter Solnar. In einer Pressemeldung Mitte Januar verkündete er, dass sich die Mietergemeinschaft geeinigt hätte und die gesamte Anlage langfristig an die Bundespolizei vermieten wolle.

"Die bisherige und jetzt weiterhin vorgesehene Anwesenheit der Polizeibeamten und auch deren Besuche von zum Beispiel Familienmitgliedern, Freunden und Angehörigen haben in der Gemeinde Aschau im Chiemgau hinsichtlich Tourismus- und Wirtschaftskraft bereits positive Effekte erkennen lassen. Dies betrifft vor allem unseren örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie", so der Bürgermeister in seiner Erklärung.

Schweigemarsch am Samstag ab 14 Uhr

Prompt folgte jetzt die Reaktion der Bürgerinitiative: "Die Demo am 23. Januar wird unter dem Motto "Durch Schweigen Gehör verschaffen" ein Schweigemarsch, ohne jegliche Transparente und Kundgebung, vom Gasthaus Baumbach zum Rathaus sein", so Organisator Heribert Lang gegenüber rosenheim24.de. Start der Veranstaltung soll dann ab 14 Uhr sein. Aktuell hätten sich 1.162 Menschen mit ihrer Unterschrift an der Aktion beteiligt.

Die gesammelten Unterschriften sollen dennoch am Samstag dem Bürgermeister übergeben werden, die Protest-Aktion soll damit dann aber bereits beendet sein.

Quelle: rosenheim24.de

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