Kampenwand

Darum sollen die 50 Hirsche geschossen werden

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Aschau im Chiemgau - Die Bayerischen Staatsforsten rechtfertigen die geplante Tötung von 50 Hirschen an der Kampenwand. Tierschützer sind jedoch empört.

Wie am Donnerstag berichtet, hat sich eine "Allianz für Wildtiere im Chiemgau" gegründet, die sich gegen den Abschuss von 50 Hirschen an der Kampenwand zur Wehr setzt und bereits eine Petition an Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben hat.

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte nun Philipp Bahnmüller, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten, wieso es zu den Abschüssen kommen soll:"Im Bereich des Schutzwaldsanierungsgebietes 'Klausgraben', in das in den vergangenen Jahren über eine Million Euro investiert wurde um den Schutzwald zu erhalten, ist die Verjüngungssituation ungünstig." Grund sei der hohe Wildbestand, der eine natürliche Waldverjüngung behindere. Die Pflanzungen für den Schutzwald sollen besser gesichert werden.

"Dafür ist eine angepasste Rotwilddichte notwendig", so Bahnmüller. Man schieße auch nicht mehr Tiere, als in den früheren Jahren im Priental. Es verändere sich heuer lediglich der "Schwerpunkt des Abschusses" - in den Bereich des Schutzwaldsanierungsgebiets nämlich.

"Ausrottung des Wildbestandes zum Ziel"

Die Allianz für Wildtiere bleibt bei den Vorwürfen gegen die geplanten Tötungen. Diese Maßnahmen seien kein Einzelfall: "Vielmehr ist eine Strategie erkennbar, welche die Ausrottung des Wildbestandes in den bayerischen Gebirgswäldern zum Ziel hat und von maßloser Profitgier im forstwirtschaftlichen Bereich getragen wird", erklärte Christian Blas von der Allianz für Wildtiere gegenüber unserer Redaktion.

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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