Kreisverkehr rückt näher

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Aschau - Mit hochinteressanten Themen beschäftigte sich jetzt der Gemeinderat: Unter anderem ging es um den geplanten Kreisel am Edeka und um einen Funkmasten.

Der geplante Kreisel an der Rosenheimer Straße/Bernauer Straße/Bahnhofstraße am Edeka in Aschau rückt näher. Bürgermeister Werner Weyerer informierte die Mitglieder des Gemeinderates bei der letzten Sitzung, dass entsprechende Gespräche mit Vertretern der Regierung von Oberbayern und des Landkreises Rosenheim geführt wurden.

Die Maßnahme kann über die "Sonderbaulast" mit 75 Prozent gefördert werden, die Gemeinde Aschau wird in dieses Programm aufgenommen. Der Landkreis Rosenheim beteiligt sich mit 15 Prozent an den Gesamtkosten, sodass auf die Gemeinde die Restfinanzierung von zehn Prozent - etwa 40.000 bis 50.000 Euro - entfällt. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2014 vorgesehen.

Ohne Gegenstimme beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, den Antrag auf Nutzungsänderung der "Alten Schule" Sachrang von ehemals "Schule" auf aktuell "Kindertagesstätte" sowie das erforderliche geprüfte Brandschutzkonzept bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde zur baurechtlichen Genehmigung einzureichen und damit den Weiterbetrieb des Sachranger Kindergartens Sankt Michael sicherzustellen. Bei einer Begehung des Kindergartens mit dem Ersten Kommandanten der Feuerwehr Aschau, Hans-Michael Hofmann, und Anton Pavic vom Ingenieurbüro Pavic & Hinterstoißer, waren sich beide einig, dass das angestrebte Schutzziel vor Ort durch bauliche Maßnahmen zu erreichen sei. Die genaue Summe für die notwendigen Baumaßnahmen bleibe abzuwarten, bis das geforderte Konzept erstellt, geprüft und umgesetzt sei. Haushaltsmittel sind im Haushalt 2012 für diese Maßnahme zunächst nicht vorgesehen.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes "Niederaschau Ost III" (Sonnwendstraße) gemäß dem Planentwurf und der Begründung des Architekturbüros Huber-Planungs-GmbH Rosenheim als Satzung.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat ein weiteres Fahrzeug für das Wasserwerk anzuschaffen. Die Verwaltung legte drei Angebote für ein Allradfahrzeug vor. Die Kosten für einen Suzuki Jimny betragen rund 13.000 Euro, der Betrag ist im Haushalt 2012 bereits vorgesehen.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung informierte Zweiter Bürgermeister Sepp Thaurer das Gremium, dass die Gemeinde Bernau plane, im Ortsteil Reit nahe der Grenze zu Aschau einen Mobilfunkmast aufzustellen und bat um nähere Erläuterung. Die Gemeinde Bernau teilte daraufhin mit, dass sie im Dialogverfahren versuche, einen neuen Mobilfunkstandort für den Suchkreis Autobahnausfahrt Felden und einen passenden Standort für den digitalen Behördenfunk zu finden.

Das Umweltinstitut München e. V. erstellte dazu ein Immissionsgutachten; in diesem wurde der Standort in Reit für den Behördenfunk untersucht und als "geeignet" eingestuft. Das dortige Wasserhaus ist Eigentum der Gemeinde Bernau und grenzt unmittelbar an die Gemeindegrenze zu Aschau an. Der Bernauer Gemeinderat stimmte diesem Standort zu; es wurde aber vereinbart, dass die Gemeinde Aschau um Stellungnahme gebeten werde, bevor der Standort der Firma Diginet zur Bebauung angeboten werde. Das Schreiben der Gemeinde Bernau wurde von der Aschauer Verwaltung mit der Bitte um Prüfung an Manfred Richter weitergeleitet, der die Gemeinde Aschau in Sachen Mobilfunk und Antennentechnik berät. Er empfahl, von der Gemeinde Bernau noch weitere Informationen und technische Unterlagen zur geplanten Anlage, zur Funknetzplanung und zur Leistungsstärke der Anlage anzufordern.

Die bereits vorliegenden Angaben wurden am Tisch ausführlich diskutiert. Dabei kam zum Ausdruck, dass die Gemeinde Bernau gebeten werden soll, einen Standort zu finden, der nicht in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze zu Aschau liegt. Um eine bedarfsgerechte und verträgliche Verteilung der Funkmasten im Landkreis zu erreichen, solle der Landkreis Rosenheim ein Gesamtkonzept entwickeln, mit der Maßgabe, die Strahlenbelastung für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Die Gemeinde Aschau solle in diesem Zusammenhang ein eigenes Gutachten anstreben, um zu klären, ob und wo für den Behördenfunk im Gemeindegebiet Aschau Standorte erforderlich seien; eine gemeinsame Lösung mit der Gemeinde Bernau wäre möglich. Unklar blieb, welches Gebiet der neue Funkmast im Gemeindegebiet Frasdorf abdecken könnte.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat eine Stellungnahme erst dann abzugeben, wenn die geforderten Unterlagen vorgelegt und geprüft wurden. Bürgermeister Weyerer wurde beauftragt, mit dem Landkreis Rosenheim Kontakt über die Erstellung eines Gesamtkonzepts zur Aufstellung von Funkmasten aufzunehmen.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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