20-jähriger Pascal K. in den USA verurteilt

Stieftochter (3) getötet und missbraucht: Urteil gegen Bernauer

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Links die dreijährige Charlie, die Pascal K., gebürtig aus Bernau am Chiemsee, im November 2014 laut Gericht getötet hat. 

Bernau/Orlando - Pascal K. aus Bernau wollte in Florida 2014 einen Neuanfang wagen. Kurz darauf wurde er festgenommen: Mord und sexueller Missbrauch an seiner Stieftochter. Nun ist das Urteil gefallen.

Seit November 2014 saß er bereits im Knast, vergangene Woche fiel nun das Urteil gegen Pascal K., 20 Jahre alt und gebürtig aus Bernau am Chiemsee: Das Gericht kam zu dem Urteil, dass er seine dreijährige Stieftochter Charlie tödlich verletzt und zuvor auch mehrmals sexuell missbraucht hat. Pascal K. muss für 41 weitere Jahre hinter Gitter, danach gilt eine lebenslange Bewährung.

Zur Polizei meinte er noch, die Kleine sei nur aus dem Bett gefallen

Pascal K. behauptete noch vor der Gerichtsverhandlung, die kleine Charlie sei aus dem Bett gefallen, hätte sich so die tödlichen Verletzungen zugezogen - im Prozess verweigerte der gebürtige Bernauer schließlich die Aussage, berichtet der "Orlando Sentinel". Gerichtsmediziner stellten bei der Dreijährigen nicht nur die tödlichen Schläge gegen den Kopf fest, sondern auch Verletzungen im Genitalbereich

Der gebürtige Bernauer lernte die Kindsmutter schon vor vielen Jahren kennen, als er mit seinen Eltern zu Besuch in Florida war. Über viele Ecken ist man miteinander verwandt. Über die Jahre sahen sich die beiden immer wieder und blieben in Kontakt. Im Sommer 2014 zog Pascal K. endgültig in die USA, die beiden heirateten. Nur eine Woche nach der Heirat geschah die Tat.

Kurz nach der Tat verstarb Charlie im Krankenhaus

Als die Notärzte die dreijährige Charlie am 23. November 2014 in ihrem Haus in Orlando vorfanden, konnte das Mädchen kaum noch atmen. Die Schläge auf Charlies Kopf waren so fest, dass das Kind wenige Stunden später im Krankenhaus von Orlando verstarb. Ärzte waren sich schnell einig, dass die Kopfverletzungen nicht von einem Sturz aus dem Bett herrührten. "Die Verletzungen sprechen für eine stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf", so ein Arzt im Polizeibericht. 

Pascal K.s Frau ließ sich im vergangenen Jahr scheiden. Die Organe ihrer Tochter spendete sie, um anderen Kindern zu helfen.

xe

Quelle: rosenheim24.de

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