Neues aus dem Gemeinderat

"Würden gerne mehr Flüchtlinge aufnehmen"

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Breitbrunn am Chiemsee - Während der Landkreis alle Hände voll mit den Flüchtlingszahlen zu tun hat, würde die Chiemsee-Gemeinde gerne behilflich sein. Warum das trotzdem nicht möglich ist:

Auch in den kleineren Landkreis-Gemeinden beherrscht derzeit fast ausschließlich ein Thema die örtlichen Gremien: Die Zuwanderung der Flüchtlinge nach Bayern. Die Gemeinde Breitbrunn am Chiemsee beherbergt derzeit 12 Asylbewerber, unter anderem eine größere Familie. "Wir haben schon seit dreieinhalb Jahren Flüchtlinge bei uns. Das hat bisher alles super funktioniert. Auch beim Thema Integration hat sich die dezentrale Unterbringung voll bewährt", erklärt Bürgermeister Anton Baumgartner im Gespräch mit rosenheim24.de. Trotz allem wird die Gemeinde in absehbarer Zukunft keine neuen Flüchtlinge aufnehmen.

Keine Leerstände, keine Freiflächen

"Wir würden gerne mehr Flüchtlinge aufnehmen", fährt der Bürgermeister fort. In der vergangenen Sitzung hat Anton Baumgartner dazu seine Gemeiderätinnen und Gemeinderäte auf den aktuellen Stand in Sachen Flüchtlingszahlen, Prognosen und Planzahlen im Landkreis Rosenheim gebracht. "Zum Glück gibt es noch keine verpflichtenden Zuweisungen an die Gemeinden", erklärt der Bürgermeister, denn: Die Gemeinde am Chiemsee kann derzeit und auch in absehbarer Zeit keine zusätzlichen Flüchtlinge unterbringen. "Wir verfügen aktuell über keine leerstehenden Gebäude. Auch die jetzige Unterkunft, in der Flüchtlinge wohnen, kommt aus privater Hand", erklärt der Bürgermeister.

Aufgrund der strengen Naturschutz-rechtlichen Vorschriften könne auch ein Container-Standort auf gemeindlichen Flächen nicht umgesetzt werden. "Es gibt noch Flächen im Besitz des Freistaats, doch diese befinden sich unmittelbar am See", so Bürgermeister Baumgartner weiter. Man befinde sich dennoch nicht an der Kapazitätsgrenze: "Mehr Flüchtlinge würden kein Problem bedeuten. Es gibt sehr viele engagierte Bürger. Ich kann lediglich keine Unterkunft anbieten", so Baumgartner.

Aus diesem Grund richtet der Bürgermeister der Gemeinde nun sein Wort an die Bürgerinnen und Bürger von Breitbrunn. "Rein theoretisch könnte es Leerstände geben, doch die befinden sich dann ausschließlich in privater Hand. Ich hoffe darauf, dass sich die Eigentümer dann auch melden", so Baumgartner abschließend. Es sei auf diese Weise zehnmal besser, Flüchtlinge in der Gemeinde unterzubringen, als auf Gemeinschaftsunterkünfte zurückgreifen zu müssen. Ältere Gebäude, insbesondere in Hinblick auf beispielsweise die Brandschutzbestimmungen oder ähnliche Vorgaben, seien für eine mögliche Unterbringung von Asylbewerbern jedoch nicht geeignet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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