Grünes Licht für neue Kinderkrippe

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Chieming - Mehrere Entscheidungen traf jetzt der Gemeinderat: Unter anderem gab es grünes Licht für die Erweiterung des Chiemseeufer-Rundweges und eine Kinderkrippe.

Der weitere Ausbau des Chiemseeufer-Rundweges im Gemeindebereich stand auf der Tagesordnung des Chieminger Gemeinderats am Dienstagabend. Nach ausführlicher Präsentation der Baumaßnahme mit Gesamtkosten von rund 330.000 Euro durch das Ingenieurbüro Dippold und Gerold aus Prien gab das Ratsgremium mehrheitlich grünes Licht.

Ausgebaut werden soll ein weiterer Abschnitt des Chiemseeufer-Rundwegs, beginnend ab Ortsausgang Chieming in Richtung Grabenstätt bis zum Campingplatz "Sport-Ecke". Matthias Gerold vom Ingenieurbüro Dippold-Gerold kündigte in der Ratssitzung die beschränkte Ausschreibung für den August an. Die Auftragsvergabe soll im September erfolgen, der Baubeginn im Oktober und bis Pfingsten 2013 werde die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Der Umbau des Geh- und Radweges "Unterwirtskurve" und südlich des Gasthofes Unterwirt bis hin zum Kiosk entlang der Grabenstätter Straße sei bereits abgeschlossen, so Gerold.

Der Bauabschnitt ist etwa 1000 Meter lang, die Mindestbreite werde über zwei Meter betragen und die Oberfläche werde zum Teil asphaltiert oder gepflastert. Die vorhandenen 13 Laternen sollen zur Seeseite hin versetzt werden, so der Planer.

Gesamtkosten liegen bei rund 330.000 Euro

Im Bereich des Campingplatzes "Möwenplatz" werde der Geh- und Radweg um zirka 40 Zentimeter erhöht, auch soll der dortige Holzbretterzaun entfernt und die Hecken versetzt werden. Die bisherige Steinverbauung und die vorhandenen Ruhebänke könnten nach seiner Meinung bleiben und zur Sicherung der Böschung werden Natursteine verwendet. Die Gesamtkosten des Wegeausbaus bezifferte Gerold auf rund 330.000 Euro; staatlicher Förderung könne die Gemeinde 55 Prozent erwarten, hieß es.

Das Ratsgremium billigte mehrheitlich den Planentwurf und gab somit grünes Licht für die Baumaßnahme.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte Architekt Hans Romstätter die Planungen für eine zweigruppige Kinderkrippe im Haus der Vereine vor, in dem sich im Obergeschoss auch der gemeindliche Kindergarten befindet. Eine freigewordene Wohnung im Erdgeschoss soll umgebaut werden, außerdem ist ein Anbau in Holzbauweise geplant. Die Räumlichkeiten der früheren Wohnung eignen sich laut Romstätter "ideal" für die Erstellung eines Behinderten-WC sowie für Nass- und Wickelraum. Er sprach sich für eine erweiterte Unterkellerung aus mit Einrichtung eines Mehrzweckraums. Geplant seien neue Fenster für das Haus, und die Fassade sollte saniert werden, so der Bauexperte.

Keine Probleme mit den Stellplätzen

Probleme mit den Stellplätzen werde es nicht geben. Insgesamt würden 14 Stellplätze benötigt, 17 seien gegenwärtig vorhanden, so Romstätter.

Unterschiedliche Meinungen gab es bei den Räten über die Notwendigkeit eines ausgebauten Mehrzweckraumes im Keller, auch wurde darüber diskutiert, ob eine Sanierung oder ein Um- oder Neubau kostengünstiger sei.

Bürgermeister Benno Graf verwies auf die hohe finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern mit knapp 600.000 Euro und erinnerte, dass im September 2013 diese Baumaßnahme im Haus des gemeindlichen Kindergartens erledigt sein müsse.

Letztlich sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich mit zwölf gegen vier Stimmen für die Billigung des Planentwurfs aus, beauftragte den Bürgermeister, einen Bauantrag zu stellen und erteilte mehrheitlich die Zustimmung für das Baugenehmigungsverfahren.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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