Abstimmungen und Kompromisse am Isinger Gymnasium

MdL Klaus Steiner besucht Politik-Planspiel

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Rege Diskussionen bei "Der Landtag sind wir!"

Chieming - Einmal Politiker sein! Dieser Wunsch ging für die Elftklässler des Isinger Gymnasiums in Erfüllung. Sie durften einmal in die Rolle von Landtagsabgeordneten schlüpfen und in einem Planspiel an der Gesetzgebung mitwirken.

Einen Vormittag lang schlüpften die Isinger Gymnasiasten in die Rollen von Landtagsabgeordneten der einzelnen Parteien. Mitarbeiter der Ludwig-Maximilians-Universität in München waren für das Politik-Planspiel an den Chiemsee gekommen, um das Projekt "Der Landtag sind wir!" mit den Schülern durchzuführen. Die Zugehörigkeit zur CSU, SPD, den Freien Wählern oder Bündnis 90/Die Grünen wurde dabei zugelost. D ie Elftklässler sollten nun als Politiker darüber diskutieren, ob Ladenöffnungszeiten flexibler gestaltet werden dürfen und ob das Ladenschlussgesetz damit geändert werden muss - ein Thema, das die Isinger sehr interessierte und das unterschiedlichste Argumente hervorbrachte.

Klaus Steiner, der für die CSU im Wahlkreis Traunstein im Bayerischen Landtag sitzt, besuchte das Landschulheim Schloss Ising und begleitete die Schüler bei ihren Verhandlungen. Außerdem berichtete er von seiner täglichen Arbeit als Landtagsabgeordneter, seiner Motivation, in die Politik zu gehen, ging auf aktuelle, politische Themen ein und stellte sich gegen Ende noch ausgiebig den zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer.

„Abstimmungen und Kompromisse sind der eigentliche Sinn der Demokratie“

Wie "echte" Politiker erarbeiteten die Schüler ein Gesetz von der Idee bis zum Entwurf. Dazu mussten sie erst einmal in den einzelnen Fraktionen den Standpunkt der jeweiligen Partei zum Gesetzesvorhaben festlegen und einen Vorsitzenden wählen. Im Plenum vor allen Abgeordneten stellten die gewählten Fraktionsvorsitzenden die Grundlinien ihrer Partei zu dem Gesetzesvorhaben, hier die Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten, vor. Darauf folgte eine Ausschusssitzung, in der die Schüler-Politiker - anteilig nach dem Wahlergebnis der Parteien - das Thema Ladenöffnungszeiten unter speziellen Gesichtspunkten bearbeiteten. Dann stimmten die Schüler ab, nachdem die Fraktionsvorsitzenden ihre durchaus auch provokanten Reden gehalten hatten. Das Ergebnis war, dass die Ladenöffnungszeiten wie gehabt bleiben - auch weil - wie in Echt - die CSU durch ihre Mehrheit die anderen Parteien überstimmte.

Sich in das Problem einzulesen, innerhalb der Fraktion zu diskutieren, abzustimmen, in Ausschüssen zu sitzen, zu argumentieren, Reden zu halten, und am Ende vielleicht doch nichts erreichen zu können - ob das auf Dauer nicht anstrengend sei, wollte ein Schüler wissen. "Demokratie ist natürlich manchmal anstrengend", entgegnete Klaus Steiner. "Und doch darf uns das als Politiker nicht nerven, denn Abstimmungen und Kompromisse sind der eigentliche Sinn der Demokratie."

Geschichts- und Sozialkundelehrerin Viktoria Dießner, die das Planspiel in die Wege geleitet hatte, bedankte sich am Ende bei den Organisatoren des Planspiels, bei Klaus Steiner, aber auch bei den Schülern, die die einmalige Chance wahrgenommen und ihr Bestes gegeben hatten.

Pressemitteilung Landschulheim Schloss Ising

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