Gelungenes Beispiel für Kooperativen Naturschutz

Die Ruhezonen im Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Chiemsee - Gerade im Sommer ist viel los auf dem Chiemsee. Damit sich auch die heimische Tier- und Pflanzenwelt im See wohlfühlt gibt es die sogenannten Ruhezonen. 

Der Chiemsee mit seiner besonders reizvollen Umgebung hat für Einheimische und Urlauber eine ganz besondere Anziehungskraft. Gerade jetzt im Sommer ist er vor allem für die verschiedensten Wassersportler ein besonderes Ziel. "Ebenso ist der See mit seinen Uferregionen aber auch ein wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl teils seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten", weiß der Gebietsbetreuer Chiemsee, Dirk Alfermann, zu berichten. 

So wurden von den Behörden in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden, den Fischern und weiteren örtlichen Interessenvertretern bereits 2005 sogenannte Ruhezonen ausgewiesen. Sie dienen speziell dem Schutz von Fischen und Vögeln sowie dem Wasserschilf. Auf der Wasserfläche sind sie mit Bojen gekennzeichnet, die im Sommer mit Informationstafeln bestückt werden.

Hohe Akzeptanz für Ruhezonen

Dank der Informationsarbeit mit Flyern, Informationstafeln und Postern sowie der Mithilfe der regionalen Medien aber auch den örtlichen Segelvereinen, Bootsverleihern und weiteren Akteuren sind die Ruhezonen und ihre Bedeutung in der Bevölkerung bekannt, stellt Alfermann fest. Erfreulich sei auch, so Alfermann, dass ein Großteil der Segler dem Instrument der Ruhezonen aufgeschlossen gegenüber stehe und diese Schutzgebiete beachte.

Dennoch kommt es immer wieder zur Missachtung durch einzelne Personen, die in die Ruhezonen einfahren, sei es mit dem Segel- oder Elektroboot oder mit Schlauchbooten und Kajaks, ebenso auch Stand-Up-Paddler oder Schwimmer. "Einzelne kurze Beunruhigungen können aber bereits gravierende negative Auswirkungen auf die dort brütende bzw. rastende Vogelwelt haben", so Alfermann. Er bittet daher alle Wassernutzer ausdrücklich darum, die Ruhezonen zu berücksichtigen.

Kontrollen bleiben wichtig

Zudem wird die Wasserschutzpolizei Prien auch dieses Jahr die Ruhezonen verstärkt kontrollieren. Die dort angetroffenen Personen müssen mit einer Anzeige und einem Bußgeld rechnen. Aus Sicht von Alfermann sind die Kontrollen wichtig, um auch den vielen Bootsführern gerecht zu werden, die sich vorbildlich an die Regeln halten.

Der Gebietsbetreuer weist darauf hin, dass durch die Ruhezonen weniger als drei Prozent der gesamten Seefläche für ufernahe Wassernutzungen gesperrt sind. Selbst zusammen mit der gesperrten Fläche des Naturschutzgebiets am Mündungsdelta der Tiroler Achen sind nur etwas mehr als sechs Prozent der Wasserfläche des Chiemsees nicht zugänglich. Demnach können mehr als 93 Prozent frei genutzt werden.

Presseinformation Landratsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © Gebietsbetreuer Chiemsee

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser