Ehrenkreuz auf der Fraueninsel

Gedenkstätte für Kriegsverbrecher erneut beschädigt

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Fraueninsel - Der Münchner Aktionskünstler Wolfram P. Kastner hat die Gedenkstätte für Generaloberst Alfred Jodl erneut beschädigt.

Gemeinsam mit Freunden schickte er das entfernte J im Nachnamen des Generaloberst an das Deutsche Museum in Berlin, meldet der BR

Der Aktionskünstler begründet seine Tat damit, dass Jodl sich zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig machte. So den Hungertod von hunderttausender Menschen im belagerten und eingeschossen Leningrad von 1941 bis 1944, sowie durch die Unterzeichnung des sogenannten Kommissarbefehls, durch den tausende Kriegsgefangene hingerichtet wurden.

Aktionskünstler brachte bereits eine Inschrift an

Laut dem Bayerischen Rundfunk will Kastner weitere Buchstaben an der Gedenkstätte entfernen. Wie bereits berichtet, eskalierte der Konflikt um die Gedenkstätte bereits im Sommer. Im Juni brachte der Aktionskünstler eine Tafel mit der Inschrift "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher" an dem Grab an. Daraufhin zeigte ihm der Chiemsee-Bürgermeister Georg Huber wegen Sachbeschädigung an. Kastner wiederum zeigte nach eigenen Angaben den Bürgermeister wegen "Billigung nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und Störung des öffentlichen Friedens" an.

Nutzungsrechte noch bis 2018

Es dürfte nicht das letzte Kapitel in dem Streit um die Grabstätte bleiben: Noch bis 2018 laufen nämlich die Nutzungsrechte. Jodls sterbliche Überreste selbst liegen gar nicht auf der Fraueninsel. Nachdem er bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen schuldig gesprochen und anschließend hingerichtet wurde, war seine Asche in einen Bach gestreut worden. Seine beiden Ehefrauen liegen aber dort begraben.

mg

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