Ein User schlägt Alarm

Ist fischen am Chiemsee zum "Luxus" geworden?

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Chiemsee - Höhere Preise und Einschränkungen? Ein Leser schlägt Alarm: Zum "Luxus" sei das Fischen am Chiemsee geworden und will sich heuer keine Angelkarte holen. Was steckt dahinter? *Mit Voting*

Zwei Wege gab es bisher, um am Chiemsee zu fischen: Mit dem Boot hinausfahren oder seine Angel direkt am Ufer ins Wasser halten - dementsprechend gab es eine "Bootskarte" und eine "Uferkarte" für alle Hobbyangler. Und nun? Die Uferkarten seien abgeschafft, es gäbe nur noch die "teuren Bootskarten". Ein Leser aus Chieming fragt: "Könnt ihr mal herausfinden, warum das Fischen am Chiemsee zum Luxus geworden ist?"

So viel kostet es heuer

Tatsächlich: Das Fischen am Chiemsee ist teurer geworden. "Man muss auch mal mit den Preisen hinaufgehen und wir haben sie jetzt seit Jahren nicht mehr erhöht", meint Thomas Lex. Der Fischermeister von der Fraueninsel gibt auch die Anglerkarten aus, ist für die Preise am "Bayerischen Meer" zuständig. 165 Euro kostete die Saisonkarte noch 2015, jetzt sind es 190. Die Monatskarte stieg von 77 auf 88 Euro, die Tageskarte von zwölf auf 14 Euro - so genannte Bootskarten, wohlgemerkt.

Kaum noch Angelmöglichkeiten am Ufer

"Die günstigeren Uferkarten mussten wir abschaffen", so Lex. Viele Uferkarten-Besitzer hätten nicht mehr gewusst, wo sie fischen sollten. An den Ufern gäbe es nicht viele Stellen wo es erlaubt und tief genug sei und in den Häfen seien die Angler keine gern gesehenen Gäste, so Lex: "Viele Uferkarten-Besitzer haben dann geschimpft, weil sie überall weitergestaubt wurden."

Sieben Euro kostete eine Uferkarte am Tag, 33 Euro im Monat, 77 Euro für die ganze Saison: im Vergleich zur Bootskarte deutlich weniger. Aber den Ärger mit enttäuschten Uferkarten-Inhabern wollte sich Thomas Lex ersparen - zumal es auch mit der Bootskarte nach wie vor erlaubt ist, am Chiemseeufer zu angeln, solange man einen passenden Platz findet. 

Vergleich zu anderen Seen

"Das Fischen ist eine Freizeitbeschäftigung die man an drei Vierteln des Jahres ausüben kann", meint Lex. Wer fleißig angle, würde die Kosten der 190-Euro-Saisonkarte leicht wieder hereinholen. "Und gegenüber anderen Seen sind wir eh günstig", so Thomas Lex. Am Wolfgangsee koste die Saisonkarte 660 Euro, am Traunsee 300 Euro - und auch am kleineren Waginger See kommt man nicht günstiger weg.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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