Daiber: "Bürgerwillen zügig umsetzen"

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Bernau - Seit Sonntag steht fest: Das neue Rathaus kommt in die Chiemseestraße. Rathauschef Daiber will die Planung jetzt zügig vorantreiben.

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Die Bürger in Bernau haben am Sonntag eine Entscheidung getroffen: Sie beauftragten den Gemeinderat, die Planung für den Bau eines neuen Rathauses an der Chiemseestraße fortzusetzen. Diesen Bürgerwillen möchte Rathauschef Klaus Daiber, wie er gestern in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung betonte, zügig umsetzen. Er setzt sich zum Ziel, die Planung bis zum Herbst 2012 abzuschließen und dann noch im gleichen Jahr oder Anfang 2013 mit dem Bau zu beginnen.

Hatte der Gemeinderat heuer mehrheitlich schon die Weichen für einen Neubau an der Chiemseestraße gestellt und in einem "Realisierungswettbewerb" bereits Entwürfe von Architekten anfertigen lassen, so ruhten die Bemühungen dann im Vorfeld der Bürgerentscheide. Nach dem Votum vom Sonntag setzt das Gremium nun seine Arbeit auf dem eingeschlagenen Weg fort.

Daiber sagte, dass der Gemeinderat in einem ersten Schritt zunächst einmal einen Zeitplan für das Vorgehen festlegen müsse. In einem weiteren Schritt sei dann das Gremium aufgefordert, die beiden Siegerentwürfe - wie geplant - zu überarbeiten und sich mit den Architekten, die sie erstellt haben, in Verbindung zu setzen. Das Gremium müsse sich schließlich auf ein Büro festlegen und dann mit ihm zusammen eine baureife Planung erstellen.

Zu klären habe der Gemeinderat vor allem auch Fragen der Gestaltung. Zum Beispiel müsse man festlegen, ob das Rathaus einen Keller erhält - oder eben nicht. Er persönlich halte ein Untergeschoss für sinnvoll, weil der Bau dann insgesamt nicht so hoch ausfalle. Weiter habe das Gremium unter anderem zu entscheiden, ob der Sitzungssaal im Erdgeschoss oder im ersten Stock eingerichtet wird. Daibers Meinung: Besser sei eine Situierung im Parterre, weil dann mannigfaltige Nutzungen in diesem gesamten Bereich denkbar seien.

Die Planung müsse "überlegt" und "durchdacht" sein. Präzise Vorgaben seien nötig, unbedingt notwendig eine genaue Kostenschätzung. Und wenn die Planung einmal stehe, dürfe sie nicht mehr verändert werden - nicht dass dadurch dann neue, nicht einkalkulierte Kosten entstehen. Denn den einmal festgezurrten finanziellen Rahmen will der Bürgermeister auf keinen Fall sprengen. "Wir müssen dann den Kostenrahmen einhalten", sagte der Rathauschef schon jetzt im Vorgriff auf die Baumaßnahme. Zu überlegen sei auch, ob die Gemeinde Bernau - etwa nach dem Vorbild von Amerang - einen "Controller" einsetzt, der dann die Ausgaben auf der Baustelle genau beobachtet.

Ob und, wenn ja, wie der Gemeinderat die Bürger an der weiteren Planung für das Rathaus an der Chiemseestraße beteiligt, müsse er noch entscheiden. Das Gremium erstelle nun die Planungsvorgaben. Daiber kann sich vorstellen, dann eine Bürgerversammlung anzusetzen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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