TuS hofft auf Halle mit Tribüne

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Nicht nur die Handballer des TuS (im Bild die B-Jugend beim Training) hoffen darauf, dass der Landkreis Rosenheim auf seinem gerade erworbenen Grundstück beim LTG neben der alten Zweifach- bald eine neue Dreifach-Halle baut - mit Tribüne.

Prien - Nicht nur das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) hofft, dass der Landkreis ihm bald eine neue Dreifach-Turnhalle baut - der TuS Prien träumt schon lange von einer Tribüne.

Nicht nur das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) hofft, dass der Landkreis ihm bald eine neue Dreifach-Turnhalle baut auf dem Grundstück, das er dafür von der Gemeinde Prien extra gekauft hat. Der TuS Prien wünscht sich seit langem eine Tribüne, sollte in Prien eine neue Turnhalle entstehen.

Auch für den Trainingsbetrieb würde sie Entlastung schaffen. Die alte LTG-Halle ist von den TuS-Abteilungen jeden Abend bis 22 Uhr belegt.

16,5 Stunden ist in der rund 40 Jahre alten LTG-Halle montags bis freitags Betrieb. Um 5.30 Uhr muss das Putzkommando anrücken, damit es bis zum Unterrichtsbeginn um 7.15 Uhr fertig wird. Dann ist zehn Schulstunden lang Sport, bevor um 16 Uhr der TuS übernimmt. Die Abteilungen Handball, Badminton und Turnen mit verschiedenen Sparten sind diejenigen, die im LTG für den Wettkampfbetrieb üben.

In den anderen Hallen im Ort, in der Franziska-Hager- und der Realschule, sind derweil andere Abteilungen des Turn- und Sportvereins zugange, auch dort fast täglich bis gegen 22 Uhr. Weil in der kleinsten, der Halle der Realschule, Sportarten wie Hand- oder Fußball mangels Platz nicht möglich sind, konzentriert sich im Winterhalbjahr vieles auf die beiden anderen. Die sind deshalb praktisch an jedem Wochenende für Wettkämpfe ausgebucht.

Obwohl sich manche TuS-Sparten ungebrochenen Zulaufs erfreuen, stößt manche Abteilung aus Platzgründen an Grenzen. So kann beispielsweise der Badminton-Nachwuchs in der LTG-Halle laut Abteilungsleiter Christian Fellner derzeit nicht mehr Interessenten aufnehmen als die 32 momentan Aktiven.

"Wir hätten kein Problem, eine Dreifach-Halle zu füllen", ist sich Vorsitzender Peter Kapfer sicher - und Fellner ergänzt: "Die wäre schneller voll als die Zelte beim Oktoberfest."

Nicht nur im Sinne der Nachwuchsarbeit - 850 der TuS-Mitglieder sind Kinder und Jugendliche - hoffen Vorstand und Abteilungsleiter nun, dass der Landkreis sein neues Grundstück bald mit einer Dreifachhalle bebaut. Auch für den Spielbetrieb, besonders der Handballer, könnte sie ein Riesenschritt nach vorne sein - unter der Voraussetzung, dass sie eine Tribüne bekommt. Insbesondere bei den Spielen der Herren drängen sich heute manchmal bis zu 200 Zuschauer am Spielfeldrand. Mehr haben schlichtweg nicht Platz.

Kapfer ist sich dabei im Klaren darüber, dass der Verein möglicherweise vom Landkreis finanziell in die Pflicht genommen wird, sollten solche Tribünenpläne diskutiert werden. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung deutete der Vorstand an, dass die vorhandenen Rücklagen des Vereins für diesen Zweck zur Verfügung stünden, auch wenn sie wohl bei weitem nicht ausreichen würden, eine Tribüne selbst zu finanzieren. Einen Sonderbeitrag oder Erhöhungen der Jahres-Mitgliedsgebühren schließt der Vorsitzende aber aus.

Um wenigstens einem Teil der Publikums gute Sicht auf die Spielfelder zu ermöglichen, hatte sich der TuS vor Jahren eine mobile Tribüne mit 90 Plätzen in drei Reihen zugelegt.

Die heute fehlenden Zuschauerplätze verhindern auch, dass die eine oder andere TuS-Abteilung besonders hochkarätige Wettbewerbe ausrichten können. Für Meisterschaften werden von den jeweiligen Dachverbänden Tribünenplätze in bestimmter Zahl bei der Vergabe vorausgesetzt. Schon heute herrscht beispielsweise bei gut besetzten Hallenturnieren des Fußball-Nachwuchses oder beim "Chiemsee-Cup" im Badminton mit 180 Teilnehmern drangvolle Enge in der Halle.

Kapfer hofft auch, dass der Verein frühzeitig eingebunden wird, sollte irgendwann die Planung für eine neue LTG-Halle beginnen. Denn der Vereinssport braucht oft eine andere Infrastruktur als der Schulsport und manche Sportart hat ihre Besonderheiten.

So konnten vor Jahren zum Beispiel die Tischtennisspieler des TuS ihre Wettkämpfe anfangs nicht in der Realschulhalle austragen, weil dort die falschen Lampen an der Decke hingen, erzählt Kapfer. Beim Ballwurf vor dem Aufschlag sah der Spieler den Ball nicht mehr, weil er direkt ins Licht schaute.

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