Nein zu Funkfeststation von E-Plus

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Wegen der zu massiven Bauausführung sprachen sich die Räte bei einer Anfrage gegen eine 30 Meter hohe Antennenanlage an der Wasserreserve im nordöstlichen Bereich von Bad Endorf aus.

Bad Endorf - Eine 30 Meter hohe Antennenanlage im Nord-Osten von Bad Endorf wollte die Firma E-Plus bauen. Der Bauausschuss erteilte dem eine klare Absage.

In der jüngsten Sitzung des Bad Endorfer Bauausschusses erhielten alle Anträge, Voranfragen und Erweiterungswünsche bis auf eine Ausnahme positive Entscheidungen. Letzteres betraf die Anfrage der Firma E-Plus Mobilfunk GmbH mit Sitz in Düsseldorf für die Errichtung einer Funkfeststation im Nord-Osten von Bad Endorf.

Nach Ausführungen von Bauamtsleiter Günter Bayer lag dieses Anliegen bereits im November letzten Jahres dem Gemeinderat zur Beratung vor, wurde damals aber aufgrund fehlender Details zurückgestellt. Aktuell geht aus der Anfrage samt vorgelegten Planungen (Entwurf eines Gestattungsvertrages zwischen der Wasserwerk Endorf GmbH und E-Plus Mobilfunk GmbH) hervor, dass bei der Wasserreserve eine 30 Meter hohe Antennenanlage für Mobil- und Digitalfunk realisiert werden soll. Dem Votum von Bauamtsleiter Günter Bayer, "die Bauausführung ist viel zu massiv", schlossen sich die Mandatsträger unisono an. Als klare und zustimmungswürdige Sache wurde demgegenüber der Antrag von Manfred Langzauner für eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen für eine Terrassen- und eine Eingangsüberdachung an der Weitlahnerstraße gesehen. Ohne Diskussion erhielt auch der Bau einer so genannten "Sundowner Bar" mit Schankbetrieb im Außenbereich der Chiemgau- Thermen eine Genehmigung. In die Beschlussfassung wurde aber mit aufgenommen, dass etwaige Abweichungen oder Genehmigungen von gaststätten- oder versammlungsrechtlichen Vorschriften durch die Antragstellerin mit dem Landratsamt abzuklären sind. Aus dem Antrag der Chiemgau-Thermen GmbH geht hervor, dass diese Open-Air-Bar besonders in den Sommermonaten die neue Zielgruppe der "After Worker" ansprechen und mit einer Vielzahl von verschiedenen Aktionen und Events zur Attraktivitätssteigerung der Thermenlandschaft beitragen soll.

Das geplante Wohnhaus fügt sich an der Langbürgnerseestraße nach Art und Maß ein, so lautete das Fazit der gemeindlichen Bauverwaltung. Lediglich die privatrechtlichen Belange, wie die Einhaltung der Abstandsflächen, seien noch mit dem Landratsamt zu klären.

Im Zuge der Sitzung wurde zudem die Planungsauftragsvergabe für die Gestaltung der südlichen Kurparkerweiterung, zirka 8800 Quadratmeter, an das Landschaftsarchitekturbüro Schelle einstimmig verabschiedet.

Weiter erhielt der Außentreppenanbau an der Martin-Luther-Straße grünes Licht. Als sinnvolle Nutzungsänderung der landwirtschaftlich genutzten Tenne in Büroräume im Ortsteil Hofham werteten die Räte den Antrag einer Bürgerin. Das gleiche Resultat erhielt der Antrag für einen Carportbau, ebenfalls in Hemhof. In diesem Zusammenhang plädierte das Plenum aber noch aufgrund der Außenbereichslage für ein Heranrücken des überdachten Parkplatzes an das Wohnhaus. Abschließend wurde auch noch eine Holzblockhütte als Bienenstand an der Hans-Kögl-Straße genehmigt. Diese Baumaßnahme gehört zu dem Projekt "Schüler gestalten ihr Schulumfeld" der Grund- und Mittelschule Bad Endorf.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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