Erfolgreicher Auftakt für Alpen-Kulinarik

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Auftakt Alpen-Kulinarik auf Gut Ising: v. l. Landrat Hermann Steinmaßl (Landkreis Traunstein), Dieter Kannengießer, stellv. Landrat (Landkreis Rosenheim), Christine Lichtenauer, Geschäftsführerin Tourismusverband München-Oberbayern, Michael Lücke, Geschäftsführer Chiemgau Tourismus e.V., Gregor Seuffert, Geschäftsführer Chiemsee-Alpenland und Gastro-Coach Frank Simmeth.

Gut Ising - 30 Aussteller und 150 Teilnehmer folgten der Einladung der Tourismusverbände München-Oberbayern und Chiemgau Tourismus am Dienstagnachmittag auf Gut Ising.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Festsaal auf Gut Ising, als Landrat Hermann Steinmaßl den Startschuss für das von der Europäischen Union geförderte länderübergreifende Projekt „Alpen-Kulinarik“ im Chiemgau gab. Mit dem von der Universität und Fachhochschule Salzburg und dem Tourismusverband München-Oberbayern ins Leben gerufene Projekt soll die Wirtshauskultur in Bayern nachhaltig gestärkt werden. Ziel ist es, neue Impulse in den Bereichen Tourismus und Gastronomie zu geben und hochwertige, regionale Produktketten zu entwickeln. Dass der Trend zu regionalen Produkten auch im Tourismus spürbar ist, erläuterte Christine Lichtenauer Geschäftsführerin beim Tourismusverband München-Oberbayern. Für 85 Prozent der Bundesbürger ist eine schmackhafte Qualitätsküche bei der Urlaubsentscheidung wichtig, so Lichtenauer.

Dass der Chiemgau viele kulinarische Schmankerl auf hohem Niveau zu bieten hat, zeigten die rund 30 Aussteller. Geflügelzüchter präsentierten ihre Waren ebenso wie regionale Schnapsbrenner oder Schokoladenhersteller. Mit dem Ruperti-Rind beschreitet die Metzgerei Heilmeier aus Waging neue Wege. Rund um den Waginger- und Tachinger See sollen in den nächsten Jahren die Pinzgauer Rinder angesiedelt werden, damit der Bedarf an erstklassigem Fleisch aus der Region auch für Gastbetriebe sichergestellt wird. Die zwei großen Mineralwasser-Hersteller Adelholzen und Petrusquelle präsentierten ihre Produkte ebenfalls auf Gut Ising. Jürgen Bell, Vertriebsleiter der Siegsdorfer Petrusquelle, hofft, dass durch die Alpen-Kulinarik ein Umdenken bei den Gastwirten einsetzt und sich Qualität mit regionalem Bezug durchsetzt. In seinem Grußwort bat Landrat Steinmaßl die anwesenden Gastronome gemeinsam am Qualitätssiegel Chiemgau zu arbeiten und sich damit kulinarisch von Mitbewerbern abzugrenzen. Er erklärte, dass dazu auch strenge Kontrollen nötig seien, um einen gewissen Standard einzuführen und langfristig das Wirtshausleben in den Chiemgauer Dörfern zu sichern.

Rund 513.000 Euro stellt die EU in den nächsten drei Jahren für das Projekt Alpen-Kulinarik zur Verfügung. Ein Teil davon soll auch in eine eigene Datenbank investiert werden, in der sich regionale Produzenten und Gastwirte vernetzen. Des Weiteren setzen die Projekt-Verantwortlichen auf regelmäßige, kostenlose Schulungen der Gastwirte. Denn zukunftsträchtige Qualität beginnt bereits bei der Speisekarte und endet bei der Servicekraft, die die Gäste fachkundig beraten kann.

Info: www.alpen-kulinarik.eu

Pressemitteilung Chiemgau Tourismus e.V.

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