Fischer ohne Nachwuchssorgen

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Mit einem Gottesdienst, den Dekan Konrad Kronast zelebrierte, ging das Ausbildungszeltlager zu Ende.

Übersee - "Wir können stolz auf unsere Jugend sein", sagte der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Alfons Blank, zum Abschluss des 36. Ausbildungszeltlagers in übersee-Almau.

Er äußerte Respekt vor dem Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn sowie der Leistung des Fischernachwuchses. Oberbayerischer Jungfischerkönig wurde der 16-jährige Johannes Eibl aus Hagen im Landkreis Weilheim-Schongau. Mit einer Feldmesse, die Dekan Konrad Kronast im großen Gemeinschaftszelt beim Almfischer zelebrierte, ging das Ausbildungszeltlager des Fischereiverbandes Oberbayern zu Ende. 370 Jugendliche mit ihren Betreuern waren diesmal nach übersee gekommen. Das Treffen, das jedes Jahr bei einem anderen Fischereiverein ausgerichtet wird, war im vergangenen Jahr in Neufinsing bei Erding gewesen, 2010 ist Eichstätt an der Altmühl der Ausrichter.

Hinter dem reibungslosen Ablauf der fünf Zeltlagertage stand die gute Organisation von Bezirksjugendleiter Josef Grünwald aus München, der das Treffen mit seinem Team fast ein ganzes Jahr lang vorbereitet hatte. Allein 34 Schlaf- und fünf Organisationszelte, ein eigener Koch und zehn Helfererinnen sowie straff durchgeplante Tagesabläufe lassen die organisatorischen Dimensionen vermuten.

In den fünf Tagen mussten die Jugendlichen - unter ihnen auch 22 Mädchen - nicht nur Regeln einhalten, Geduld haben und Stille aushalten, sie erlebten vor allem geballte Natur und Gemeinschaft. Anderthalb Tage galten der reinen Ausbildung und Wissensvermittlung. In der restlichen Zeit kämpften die Jugendlichen in etlichen Wettbewerben um die Krone des besten oberbayerischen Jungfischers.

Dabei ging es nur am Rande um das eigentliche Fischen. Nach einem Punktesystem wurde vor allem das Wissen und Können in der Artenbestimmung bei Fischen, Insekten und Pflanzen, in der Botanik, Limnologie, beim Fliegenbinden und in einer neuen Art der Kartierung ermittelt.

"Unser zentrales Anliegen für unsere 3500 Jugendlichen in Oberbayern ist eine fundierte Naturausbildung mit sozialen Komponenten", betonte Michael Seeholzer, Vizepräsident des oberbayerischen Fischereiverbandes, in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Er drückte die Hoffnung aus, dass sich die Teilnehmer der Ausbildungslager später einmal als Verantwortungsträger in den Vereinen organisieren.

Neuer Jungfischerkönig ist Johannes Eibl (16 Jahre) aus Hagen im Landkreis Weilheim-Schongau. Den zweiten Platz belegte Benedikt Gebhardt aus München, den dritten Benedikt Blüml aus Mühldorf. vd

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