Bürgerinitiative gegen geplanten A8-Ausbau

Grünbrücken als Lösung gegen Lärm

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Frasdorf - Die Bürgerinitiative will den Ausbau der A8 für das Frasdorfer Gemeindegebiet so optimal wie möglich gestalten. Das Bestreben bleibt nicht ohne Erfolge.

Der geplante Ausbau der A8 bei Frasdorf bleibt nicht ohne Gegenwind. Die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Zukunft an der Autobahn e.V. setzt sich dafür ein, den Ausbau hinsichtlich Emissionsschutz und Ortsbild beziehungsweise Ortsentwicklung so optimal wie möglich zu gestalten. Dafür gibt es aus Sicht der Aktiven nur Grünbrücken als Lösung, flankiert von weiteren emissionsverhindernden Maßnahmen. Im Konkreten fordern die Mitglieder der Initiative eine Einhausung über 1,9 Kilometer.

Wofür steht die Bürgerinitiative?

Die Bürgerinitiative ist ein Zusammenschluss aus engagierten Frasdorfern, die sich in Form eines gemeinnützigen Vereins organisiert haben. Sie sind nicht gegen einen sach- und zeitgerechten Ausbau der A8. Sie stellen sich nur die Frage, wie ausgebaut werden muss. Insbesondere im Bereich Frasdorf, dem Eingangstor zum Chiemgau. Bürger und Landschaft haben nach Auffassung der Mitglieder einen für sie optimalen Ausbau nach 70 Jahren Dauerlärm- und dreck verdient.

Die Mitglieder sind der Meinung, dass sich die Frasdorfer nicht mit dem Argument, da könne man eh nichts machen, zufrieden geben dürfen, sondern wollen gemeinsam aktiv werden und alle Möglichkeiten nutzen

Erörterungstermine mit der Regierung von Oberbayern

Die Regierung von Oberbayern hat nun Erörterungstermine festgesetzt. Der erste fand bereits am Donnerstag statt. Dort wurdendie gesamte Maßnahme vorgestellt und die Einwendungen der Gemeinde Frasdorf ausführlich erörtert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stephanie Steinebach von der Regierung von Oberbayern. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Autobahndirektion Südbayern sowie der Bürgerinitiative. Eine Wortmeldung war am Donnerstag nicht zugelassen.

Weitere Termine:

Es werden nach Angaben der Bürgerinitiative Wortmeldungen für Einwender an den weiteren Erörterungsterminen am 19., 20. und 21. Juli in der Frasdorfer Lamstoahalle zu den einzelnen Themenblöcken gewährt. Hierzu werde morgens eine Rednerliste ausgelegt, in die sich die Einwendenden eintragen können.

Nach weiterer Aussage der Bürgerinitiative sei von der Regierung von Oberbayern zugesagt worden, dass alle schriftlich vorgebrachten Einwände behandelt werden und eine Wortmeldung lediglich zur Ergänzung und Erläuterung der vorgebrachten Einwände diene.

"Es geht ums Geld"

Lesen Sie auch die Einwände der Bürgerinitative der Nachbargemeinde Rohrdorf, die eng mit der Frasdorfer BI zusammenarbeitet.

Wie Wolfgang Mentzel von der Frasdorfer Bürgerinitiative erklärt, "gehört etwas gemacht, dagegen sperren wir uns nicht. Wir haben nur Einwände bezüglich verschiedener Abschnittspunkte." Es gehe vor allem um den Ortskern. Hierfür sei eine 580 Meter Lange Einhausung geplant. Die Optimallösung sei für Wolfgang Mentzel, der selber Bauingenieur ist, eine Einhausung über 1,9 Kilometer. "Es findet jetzt schon ein Ausbluten in unserem Ortskern statt. Aufgrund des Verkehrs und der Autobahn gehen viele Geschäfte und Betriebe weg." Man bekomme von der Regierung von Oberbayern und der Autobahndirektion Südbayern jedoch immer nur die Antwort, dass eine komplette Einhausung über 1,9 Kilometer technisch nicht umsetzbar sei und zu viel koste. "Da kommt man sich so vor, als würde man mit einer Minimallösung leben müssen", sagt Wolfgang Mentzel.

Erfolge wurden bereits erzielt

Immerhin: Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben es schon geschafft, dass zumindest eine Einhausung im Ortskern über 580 Meter und eine Tieferlegung in die Planungen aufgenommen wurde. "Frasdorf ist nicht der Nabel der Welt, das weiß ich auch", sagt Wolfgang Mentzel. "Aber wir wollen einen Ausbau, der landschaftsverträglich ist. Wir wohnen hier und wissen am besten, was wir brauchen."

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa/dpaweb

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