Provisorische Öffnung käme viel zu teuer:

Riesenhütte bleibt wohl bis 2019 geschlossen

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Frasdorf - Die Riesenhütte bedarf einer Generalsanierung. Dennoch hätte die Hütte im Sommer provisorisch geöffnet werden sollen. Doch daraus wird nun definitiv nichts:

Die Riesenhütte im Hochriesgebiet oberhalb von Aschau in den Chiemgauer Alpen muss generalsaniert werden. Die Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins e. V. als Eigentümerin der Hütte hat auf ihrer Mitgliederversammlung Ende April dieses Jahres beschlossen, sich dieser millionenschweren Aufgabe in den nächsten Jahren zu stellen. Gleichzeitig wollte der Vorstand der Sektion die Riesenhütte noch in diesem Sommer wiedereröffnen. Verhandlungen und Gespräche mit Architekt, Fachplanern, zuständigen Politikern und Behörden führten nun jedoch zu dem Ergebnis, dass auch für eine provisorische Öffnung zunächst zeitaufwendige und teure Baumaßnahmen durchgeführt werden müssten. Der Vorstand der Sektion Oberland hat sich daher schweren Herzens gegen die beabsichtigte provisorische Wiedereröffnung der Riesenhütte bis zu deren Generalsanierung voraussichtlich 2019 entschieden.

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Dossier zur Riesenhütte

Die Generalsanierung einer Bergütte mit Bewirtungs- und Übernachtungsbetrieb in der Größenordnung der Riesenhütte stellt die Sektion Oberland vor große finanzielle Herausforderungen, die – auch angesichts weiterer aktueller und nicht aufschiebbarer größerer Bauaufgaben auf mehreren anderen Hütten des Vereins – erst nach einer genauen und detaillierten mehrjährigen Finanzplanung und Konsolidierung durchgeführt werden kann.

Die Sektion Oberland beabsichtigte, die beliebte Hütte in einem vielbesuchten Ausflugsgebiet bis zur vollständigen Sanierung zunächst provisorisch zu bewirtschaften. Nach intensiven Diskussionen in den vergangenen Wochen mit dem Hüttenarchitekten, Fachplanern, dem Büroleiter des Landrats und Sachbearbeitern des Landratsamts Rosenheim sowie dem Aschauer Bürgermeister Solnar musste die Sektion Oberland nunmehr zur Kenntnis nehmen, dass auch bereits für einen provisorischen Betrieb umfangreiche, kostenintensive und zeitaufwendige Sofortmaßnahmen, vor allem hinsichtlich Feuchtedämmung, Brandschutz, Elektrik und Lebensmittelhygiene sowie Naturschutz zwingend umzusetzen wären.

Diese Sofortmaßnahmen und die dafür anfallenden Kosten in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro entsprechen fast 50 Prozent der bislang veranschlagten Gesamtkosten der Generalsanierung der Riesenhütte und wären darüber hinaus zur Hälfte verloren, da ein entsprechender Anteil nicht auch im Rahmen der späteren Generalsanierung weiter verwertbar ist.

Aufgrund dieser Situation sah sich der Vorstand der Sektion Oberland mit großem Bedauern, letztlich jedoch im Hinblick auf die getreue Verwendung der Mitgliedsbeiträge aus Vernunftgründen zu der Entscheidung gezwungen, die Riesenhütte bis zur beabsichtigten Generalsanierung voraussichtlich 2019 geschlossen zu halten.

Pressemeldung Deutscher Alpenverein (DAV)/mw

Quelle: rosenheim24.de

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