Gelb für die Volksschule

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Auf der "Baustelle Schule" verstärkt die Gemeinde in den Ferien die Arbeiten. Das Ziel lautet: Bis zum ersten Schultag am Dienstag, 14. September, soll das Gerüst abgebaut sein. Die Fassaden sollen dann neu gestrichen - mit Blau-Grau und Gelb.

Bernau - Das Schulhaus ist nach wie vor Grau in Grau, eingehüllt von einem Baugerüst. In sechs Wochen soll sich das aber ändern: Dann nämlich wird das Gerüst weg sein. Und die Fassaden werden neu gestrichen sein.

Zusammen mit der Erweiterung der Abwasserbeseitigung in den Außenbezirken (wir berichteten) ist die energetische Sanierung der Volksschule das größte Bauvorhaben der Gemeinde in diesem Jahr. Unterstützt vom Bund dämmt sie das Gebäude gegen Wärmeverluste. Und in diesem Zusammenhang erledigt sie dann auch gleich eine andere Aufgabe: Sie schafft den vom Gesetzgeber geforderten Brandschutz im Haus. Die Ausgaben betragen voraussichtlich alles in allem über zwei Millionen Euro.

Der Gemeinderat erörterte zuletzt eine Frage: Welche Farbe soll das Schulhaus bekommen? Architekt Fritz Angele aus Riedering hatte mehrere Konzepte zur Auswahl gestellt. Nach kurzer Diskussion beschloss das Gremium, die Entscheidung der Schulgemeinschaft zu überlassen. Und die Lehrer legten sich schnell fest: Sie entschieden sich für ein Konzept mit Gelb.

Im Kollegium sei, so Rektor Wolfgang Prechter auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung, eine Abstimmung vorgenommen worden. Das Ergebnis sei am Ende eindeutig ausgefallen - zugunsten einer Fassadengestaltung mit Gelb. In diesem Zusammenhang haben die Lehrer dem Architekten außerdem den Vorschlag unterbreitet, noch etwas mehr Gelb als bislang vorgesehen auf die Außenwände zu bringen.

Bis jetzt plant Angele, allein den Querbau mit dem, wie er sagt, "kräftigen Gelb" anstreichen zu lassen. Der größere Längstrakt sei in einem "warmen Blau-Grau" vorgesehen. Er werde die Anregung der Lehrer aber aufgreifen.

In den Sommerferien verstärkt die Gemeinde die Arbeiten auf der Baustelle. Das Schulhaus ist verwaist, Arbeiten, die Lärm verursachen und im andern Fall den Unterricht stören würden, können jetzt vorgenommen werden. 25 bis 30 Handwerker treiben jetzt tagein, tagaus die Sanierung mit Nachdruck voran. Die Bauleitung setzt sich laut dem Architekten ein ehrgeiziges Ziel: Am ersten Schultag im September werde das Gerüst abgebaut sein. Außerdem werde die "Aula picobello fertig sein".

Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor den Handwerkern. Vervollständigen müssen sie in den nächsen Wochen etwa den Wärmeschutz an den Fassaden. Ebenso ist der neue Sonnenschutz in den Außenwänden zu verankern. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, können die Fassaden neu verputzt und angestrichen werden.

Vorangetrieben wird auch die Umstellung der Heizung. So werde die Schule, wie Angele ausführte, künftig fast ausschließlich mit Pellets beheizt. Allein in Spitzenzeiten werde Öl hinzugezogen. Die Arbeiten seien im Gange - und der Architekt ist sicher, dass die neue Heizung läuft, wenn die Temperaturen sinken.

Noch viele Arbeiten sind zu erledigen, bis die Baustelle Schule der Vergangenheit angehört. Unter anderem müssen auch noch die neuen Brandschutztüren eingebaut werden.

Doch Architekt Angele - und mit ihm der Bauherr, die Gemeinde - hält an seinem Ziel fest: Abgesehen von kleinen Restarbeiten in den Außenanlagen werde die Sanierung der Schule in diesem Jahr abgeschlossen.

pü/Chiemgau-Zeitung

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