Keine Lösung für Parkplätze in der Hirschauer Bucht

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Mit der schwierigen Parkplatzsituation in der Hirschauer Bucht beschäftigte sich unlängst der Grabenstätter Gemeinderat. Da der Bereich in der Kernzone des Naturschutzgebietes liegt, stehen die Chancen für die Ausweisung weiterer Parkplätze schlecht.

Grabenstätt - Sowohl die Sanierung des alten Erlstätter Schulhauses, als auch die Parkplatzproblematik in der Hirschauer Bucht sorgten für Diskussionen bei der Gemeinderatssitzung.

 Vor Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung besuchten die Räte mit Bürgermeister Georg Schützinger das sanierungsbedürftige alte Erlstätter Schulhaus, in dem zukünftig unter anderem der Pfarrsaal untergebracht werden soll.

Anita Kohlbeck (SPD), die sich diesen Ortstermin seit langem gewünscht hatte, sprach von „einer der spannendsten Begehungen in meiner Zeit als Gemeinderätin“. Die Bürger sollten auf einer Info-Veranstaltung über den aktuellen Sachstand und die weiteren Planungen informiert werden, forderte sie. Dass man für die anstehenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sehr viel Geld in die Hand nehmen müsse, „dessen sind wir uns bewusst“, erwiderte Schützinger und mutmaßte sogleich, dass man bei der Planung und Durchführung der Baumaßnahmen vielleicht auch noch „die ein oder andere Überraschung“ erleben werde, da es sich um ein altes Gebäude handle, das in einer Zeit entstanden sei, als die Statiker und Bauherrn noch nach anderen Kriterien und Vorgaben vorgegangen seien.

Die Gemeindeverwaltung freue sich darüber, dass man auch vom Landesamt für Denkmalpflege dazu ermutigt worden sei, die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes voranzutreiben, so Schützinger. Auch die Regierung habe grünes Licht gegeben.

Rudi Aigner (CSU) mokierte sich über die unzureichende Parkplatzsituation im Bereich des Wirtshauses „zur Hirschauer Bucht“ und wollte wissen, ob es noch ernsthafte Bestrebungen gebe, dort mehr Parkplätze auszuweisen oder ob das Ganze mittlerweile eingeschlafen sei.

Da man sich in der Kernzone des Naturschutzgebietes befinde, sei dies „alles andere als einfach“, betonte Schützinger und sprach von einer „Gratwanderung“. Man sei dort „absolut beobachtet“ und es sei noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um zumindest ganz kleine Schritte machen zu können. Ganz anders sah dies Anita Kohlbeck, für die dort „jeder Parkplatz einer zu viel ist“.

Die Kombination Kernzone und Gastgewerbe bezeichnete sie als „schizophren“. Schützinger erwiderte, dass man froh sei, dass man dort seit zwei Jahren wieder eine funktionierende Gastwirtschaft habe und dass die Kernzone einst nicht von der Gemeinde, sondern von der Regierung von Oberbayern ausgewiesen worden sei.

mmü

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser