Konflikt zwischen Fußgängern und Radfahrern kann entschärft werden

Radweg sicherer - Unterführung eingeweiht

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Die Staatsstraßen-Unterführung für Radler wurde eröffnet. 

Grabenstätt - Die Staatsstraßen-Unterführung im Bereich der Hirschauer Bucht wurde feierlich eingeweiht - es gab jede Menge Lob! Der Chiemsee Rund- und Radweg soll zum Premiumradweg werden:

Seit einigen Wochen nutzen die Radfahrer und Fußgänger bereits die neue Staatsstraßen-Unterführung im Bereich der Hirschauer Bucht, doch erst jetzt wurde sie feierlich eingeweiht. 

Symbolisch durchschnitten die Ehrengäste am nördlichen Unterführungseingang ein Band, das von Marlene Berger-Stöckl vom Abwasser- und Umweltverband (AUV) Chiemsee und Christina Berger von der Tourist-Info Grabenstätt gespannt wurde. Zuvor hatten Pater Augustin Butacu und der evangelische Pfarrer Rudolf Scheller die Segnung vorgenommen. „Heute sind wir unserem gemeinsamen Ziel, den Chiemsee Rund- und Radweg zu einem Premiumradweg zu machen, wieder einen Schritt näher gekommen“, freute sich Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger. Für die „schnelle Umsetzung“ des straffen Zeitplans bedankte sich der Vorsitzende des Abwasser- und Umweltverbandes (AUV) Chiemsee, Josef Mayer. „Jetzt sind wir bereits bei der Hälfte angelangt“, freute er sich über die Vollendung der 21. von insgesamt 40 Chiemsee-Rundweg-Baumaßnahmen. Auch die Tatsache, dass man die Verlängerung der Förderung von 2014 bis 2018 bekommen habe, stimme ihn zuversichtlich. Die einheitliche Beschilderung nach den Vorgaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs sei vorbildlich, so Mayer. 

Rad-Unterführung an Hirschauer Bucht eröffnet

Die neue Unterführung habe eine „wichtige Bedeutung für Freizeitgestaltung, Naherholung und Tourismus“, meinte stellvertretender Landrat Josef Konhäuser. Wichtig sei es gewesen, damit auch den Konflikt zwischen Fußgängern und Radfahrern zu entschärfen. Das Radfahren mit Blick auf den Klimaschutz und die sanfte Mobilität weiter gefördert werden. Von einer „hervorragenden Lösung“, sprach MdL Klaus Steiner und verwies auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Vorteile für den Tourismus. Thomas Bauer von der Regierung von Oberbayern überbrachte die Glückwünsche von Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, lobte die Zusammenarbeit der zehn Chiemsee-Anliegergemeinden und der beiden Landkreise und wünschte allen „gute Fahrt“. 

Gebaut aus 275 Tonnen Beton, zehn Tonnen Stahl, mit einer Länge von 14 Metern und einer Breite von vier Metern stellt sie eine sichere Unterquerung der Staatsstraße 2096 dar“, so Matthias Gerold vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold. Errichtet worden sei das Bauwerk in 58 Arbeitstagen, was zirka 3500 Arbeitsstunden entspreche. Mit dem Rad durchfahre man es samt Rampen in rund 45 Sekunden – die Wartzeiten zum Überqueren der Staatsstraße seien oft viel länger gewesen. Größere Unfälle habe es auf der Baustelle zum Glück keine gegeben.

„Vor rund fünf Jahren wurde unter der Federführung des AUV die Planung und Erstellung eines Chiemsee Rund- und Radweges angegangen, die Planungen wurde entwickelt, abgestimmt und ein entsprechender Zuschussantrag an die Regierung von Oberbayern gestellt“, blickte Bürgermeister Schützinger zurück. Mit großer Freude habe man dann den Zuwendungsbescheid in Empfang genommen. Mit dem Lückenschluss bei Hagenau, der Asphaltierung eines bestehenden Gehweges an Hirschau vorbei, der Sanierung des Parkplatzes an der Abfahrt zur Hirschauer Bucht sowie dem Geh- und Radweg in Winkl seien im Gemeindebereich in der Folge erste wichtige Maßnahmen des Rundwegs verwirklicht worden. Da aber das Überqueren der Staatsstraße im Bereich Hirschauer Bucht sehr gefährlich gewesen sei, „haben wir im letzten Jahr die Bemühungen um die Verwirklichung der Unterführung intensiviert“, so Schützinger. Ein Sonderlob verteilte er an den AUV-Vorsitzenden Josef Mayer und an Marlene Berger-Stöckl, die er als „Mutter des Chiemseerundweges“ bezeichnete. 

Ein besonderer Dank gelte auch der Familie Gschwendner, die die für das Bauvorhaben notwendige Grundstücksfläche abgetreten hätte, dem Gemeinderat, der Regierung von Oberbayern, dem Bayerischen Landtag, dem Planungsbüro Dippold & Gerold und dem Straßenbauamt. Um bereits im März dieses Jahres mit der 629.000 Euro teuren Baumaßnahme beginnen und den wesentlichen Teil bis Pfingsten abwickeln zu können, hatte man noch vor der Winterpause der Baufirma eine provisorische Baustellenumfahrung angelegt, über die der Verkehr, rund 8000 Fahrzeuge täglich, dann mehrere Monate mit 30 Stundenkilometern geleitet wurde. 

mmü

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