DJ Hell erzählte Schülern bei einer Veranstaltung zur Berufsfindung seinen Weg

DJ Hell: Ein Großer der DJ-Szene vom Land

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Dass DJ Hell "sein Ding macht und es durchzieht" begeisterte die Obinger Schüler beim Besuch von Helmut Josef Geier in der Schule.

Obing - Als "einen Weltstar" kündigte Konrektorin Simone Dörfler den Besucher der Obinger Schule an und damit hatte sie kein bisschen übertrieben.

DJ Hell alias Helmut Josef Geier ist eine Institution in der deutschen DJ-Szene und auch international ein ganz Großer seines Metiers. Die Vielfalt seines musikalischen Spektrums brachte ihm Auftritte in Clubs, auf Catwalks und Partys in der ganzen Welt, unter anderem auch bei Playboy-Chef Hugh Heffner ein. Dennoch habe er seine Wurzeln nicht vergessen und komme immer wieder gerne in seine Heimat, erzählte DJ Hell im Rahmen einer Veranstaltung zur Berufsfindung in der Aula der Volksschule Obing.

Mit seinem ungewöhnlichen Lebenslauf wollte er den Schülern vermitteln, dass mit genügend Leidenschaft und Mut Träume verwirklicht werden können. Für die Schüler war das natürlich ein besonders Ereignis. Die 15-jährige Juli fand es spannend, dass einer aus der Umgebung, "ein Kind vom Land so großen Erfolg haben kann, in der Welt rumkommt und viele Promis kennenlernt".

Hell schilderte seine Ausbildung zum Betriebsschlosser, auf Anraten des Vaters sei er "Lindianer" geworden, daneben habe er gern Fußball gespielt und im Sommer sei er in der Laufenau und am Griessee beim Baden gewesen. "Mit Musik involviert und am Nachtleben interessiert" sei er auch gern ausgegangen ins Trostberger Jugendzentrum, dann Topas, Club Stiege, Mädchen, Mofa, "wie's halt so ist". Über die aktuelle Musik sei er damals unglücklich gewesen, nur habe er noch nicht gewusst, wohin ihn das einmal bringen würde. So habe er mit Begeisterung angefangen, in der Stiege Platten aufzulegen, einen Musik-Mix aus Punk, New Wave und Deutsche Welle. Das habe weitere Engagements in der Umgebung gebracht und schon bald darauf hätten sich die Anfragen der Clubs aus der Region und aus München gehäuft. Zeitgleich habe er die Berufsoberschule besucht, "doch die hab ich nicht geschafft, da war ich schon zu viel mit Auflegen unterwegs", gab Hell zu.

Getrieben von seinem Motto: "Nie stehen bleiben, immer in Bewegung sein" habe es ihn nach Paris und viele andere Orte gezogen, er habe begonnen, selber Musik zu produzieren, mit einem eigenen Plattenlabel junge Künstler zu fördern und ein eigenes Album auf den Markt zu bringen.

Von Auftritten bei der "Love Parade" in den Neunzigern bis hin zur Zusammenarbeit mit Musikgrößen in New York hat Hell schon eine Menge erreicht, doch er ist noch immer voller Pläne und hochmotiviert. "Ich bin seit fast 30 Jahren DJ und noch lange nicht am Ziel", betonte er.

Die Fragen der Schüler etwa nach seinem peinlichsten Erlebnis oder ob er schon mal einen Joint geraucht habe beantwortete er gerne.

Elisabeth und Claudia (beide 15) fanden seine Lebenseinstellung und seine Persönlichkeit faszinierend, "denn er macht sein Ding und zieht es durch". "Und es wurde deutlich, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man an sich glaubt und sich nicht von anderen unterkriegen lässt", fügten Kathrin und Regina an. Kompromisslos den eigenen Weg gehen. Das sei vielleicht der Schlüssel zu seinem Erfolg gewesen, vermutete Hell und zum Schluss gab er den Schülern einen Rat mit auf den Weg: "Traut euch."

ca/Wasserburger Zeitung

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