Heimatmuseum künftig auch sonntags offen

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Prien - Das Heimatmuseum in Prien hat künftig auch am Sonntag geöffnet. Im Gegenzug ist die Einrichtung von Mittwoch bis Freitag nun jeweils am Vormittag geschlossen.

Der Haupt- und Werkausschuss des Marktgemeinderates hat in seiner jüngsten Sitzung die Öffnungszeiten von Galerie und Heimatmuseum vereinheitlich. In beiden Einrichtungen gehen die Türen jetzt immer auf wie folgt: mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr. Die Neuregelung tritt am 1. Juni in Kraft.

Bislang waren verschiedene Öffnungszeiten gegeben. Die Galerie war Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr sowie zusätzlich Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr offen, das Museum Mittwoch bis Samstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

Alexander Klammer von der Verwaltung im Rathaus erläuterte im Haupt- und Werkausschuss, dass bereits seit mehreren Jahren eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten vom Kulturförderverein und der Kurverwaltung angestrebt werde. Der Kulturförderverein habe eine Öffnungszeit an Sonntagen auf die Wunschliste gesetzt. Einheitliche Zeiten seien für die Besucher, so Klammer, transparenter und einprägsamer. Bei den neuen Öffnungszeiten ergebe sich eine geringe Einsparung an Arbeitsstunden, die für Sonderführungen eingesetzt werden könnten.

Hans-Jürgen Schuster (CSU) schlug vor, samstags die Mittagspause zu streichen und stattdessen später zu öffnen. Karl Aß, Leiter des Heimatmuseums, erklärte, dass sich diese Lösung nicht anbiete: "Mittags ist nichts los, da gehen die Leute essen." Er betonte nochmals, wie wichtig es sei, Galerie und Heimatmuseum sonntags zu öffnen.

Felicitas Bauer (Bürger für Prien) erklärte, sie habe von den Ladenöffnungszeiten her die Erfahrung gemacht, dass um 13 Uhr samstags die "Leute verschwunden" seien. Vor allem Touristen seien am Vormittag durchaus im Ort unterwegs.

Bürgermeister Jürgen Seifert machte den Vorschlag, die neuen Öffnungszeiten jetzt anzunehmen. "In sechs Monaten lassen wir uns Bericht erstatten, wie es läuft. Dementsprechend können wir die Zeiten immer noch neu anpassen."

Tempo 30 in der Diskussion

Germana Beer vom Ordnungsamt informierte, dass im Rahmen der Bürgerbefragung zur Ausweisung des Bereichs Staudenstraße, Carl-Braun-Straße, Birkenweg und den dazwischen liegenden Straßen in eine Tempo- 30-Zone eine Stellungnahme eingegangen sei. Ein Gewerbebetrieb sehe in diesem Fall seine Existenz gefährdet. Das Schreiben sei im Arbeitskreis Verkehrsberuhigung behandelt worden.

Im Rahmen von Radarmessungen zu unterschiedlichen Zeiten in der Carl-Braun-Straße seien, so Beer weiter, nahezu keinerlei Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt worden.

Schuster (CSU) hakte nach, ob der Verfasser des Briefes einen Zwischenbescheid erhalten habe. "Wer sich die Mühe macht, noch einen echten Brief zu schreiben, dem sollte auch Bescheid gegeben werden." Seifert entgegnete, dass selbstverständlich ein schriftlicher Bescheid erfolgt sei.

hä/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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