Heiße Rhythmen - exotische Schönheiten

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Einmal mehr sorgten die Tänzerinnen von "Espirito da danca Brazil" auch heuer wieder mit ihrer Show für Begeisterung unter dem Publikum.

Grabenstätt - Heiße Rhythmen, kühle Drinks und exotische Schönheiten: Dafür steht das Brasilienfest in Grabenstätt.

Gutes tun und feiern, das ist es, was das Brasilienfest jedes Jahr aufs Neue ausmacht und das seit 28 Jahren immer am letzten Juni-Wochenende veranstaltet wird.

In die Freude fiel jedoch ein Wermutstropfen: Zu dem Fest, das auch diesmal wieder der Verein "Partnerschaftliche Brasilienhilfe" mit Sitz in Grabenstätt gab, kamen nur wenige Besucher. Am Freitag waren rund 40 Gäste da, am Samstag zum Teil "nur" 150. Laut Betti Wülfing von der Brasilienhilfe waren mehr Helfer als Leute da.

Los ging das Fest am Freitagabend unter dem Motto "Rock meets RioBeat" mit der Gruppe "X-under". Die Partyband aus Rosenheim sorgte gleich für den richtigen Einstieg, als sie die Klassiker der Rolling Stones, der Spider Murphy-Gang und von AC/DC zu Gehör brachten. Der Spaß, den sie dabei hatten, übertrug sich sofort auf das Publikum. "DJ" Manu setzte mit seinen Samba- Rhythmen noch eins drauf.

Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen des Familienfestes. Das Gaudifußballspiel musste wegen des unsicheren Wetters abgesagt werden. Auch die Hüpfburg und das Basteln fielen dem Regen zum Opfer. Umso mehr erfreuten sich die Kinder am Bungee-Trampolin, Bogenschießen und an den Riesenbauklötzen. Die Erwachsenen erfuhren an einem Infostand der Chiemgauer Greenpeace-Gruppe, dass Brasilien mittlerweile mit 63 Millionen gezüchteter Rindern weltweit an der Spitze liege und wegen der benötigten Weideflächen der Urwald abgebrannt werde.

An einer Infowand im Zelt stellte die "Partnerschaftliche Brasilienhilfe" die Projekte vor, die von Deutschland aus unterstützt werden, unter anderem aus dem Erlös des Brasilienfestes. Daneben waren Marktstände aufgebaut, an denen sich die Besucher mit brasilianischen Spezialitäten eindecken oder afrikanischen Schmuck kaufen konnten.

Gleichzeitig war "Samba Live" angesagt, als sich um 15 Uhr die Pforten des Zeltes öffneten. Die Münchner Mega-Samba-Band "Bem Brasil" heizte den Leuten mit ihrer mitreißenden Musik gleich so richtig ein. Da blieb es nicht aus, dass einen das Sambafieber überfiel. Das war brasilianische Lebensfreude in Reinform.

Rhythmus pur verbreiteten anschließend die Samba- Trommler "Via Jante" aus Rosenheim und Traunstein. Seit Jahren schon fester Bestandteil in Grabenstätt, und in diesem Jahr auch mit einem Workshop vertreten, schossen sie mit ihrer Trommlershow ein brasilianisches Feuerwerk ohnegleichen ab.

über 700 verschiedene Sachpreise gab es bei der Tombola zu gewinnen. Einen Reisegutscheine im Wert von 750 Euro gewann Stephanie Hauk aus Marquartstein.

Gaumenfreuden bescherten brasilianische Spezialitäten. Zur Auswahl standen unter anderem das Nationalgericht Feijoada (Schweinefleisch mit schwarzen Bohnen), Churrasco (gegrilltes Rindfleisch) und Pasteis (dünne Teigtaschen mit Hackfleisch oder Käse gefüllt). An der längsten Caipirinha-Bar im Chiemgau gab es das frisch zubereitete Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Limetten und Zucker, während Jugendliche an der Sansibar für alkoholfreie Getränke sorgten.

Über 200 freiwillige Helfer waren auch dieses Mal notwendig, um einen reibungslosen Ablauf des Festes zu gewährleisten.

"Samba total" hieß es dann am Abend. Ein absoluter Höhepunkt ist schon seit Jahren die Tanzshow der Gruppe "Espirito da danca Brazil". Die rassigen Schönheiten mit ihren einmaligen Kostümen und einer perfekten "Performance" brachten das Zelt in kurzer Zeit zum Kochen. Erst recht, als sie zum Samba-Wettbewerb aufriefen und das Publikum zur Jury erkoren. Gegen 2 Uhr morgens ließ "Bem Brasil" dann den letzten Samba erklingen. mk

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