Hundedreck: Lösungen zeichnen sich ab

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Übersee - Nachdem das Thema "Hundedreck" wochenlang die Gemüter in Übersee erhitzte, zeichnen sich nun Lösungen ab.

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Wie Bürgermeister Marc Nitschke in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vom runden Tisch berichtete, soll eine erneute Zusammenkunft der verschiedenen Interessensgruppen im Januar eine konkrete Vorlage für den Gemeinderat erarbeiten.

"Hunde laufen lassen oder anleinen" - dieses Thema wird in Übersee seit Langem kontrovers diskutiert. Vor allem, seit sich ein regelrechter "Hunde-Tourismus" aus der gesamten Region zu den beidseitigen Dämmen der Tiroler Ache auf der Höhe von Almau und zum Chiemseeufer nördlich des Strandbades entwickelt hat.

Ein Antrag von Bauern, Jägern und Touristikern für eine generelle Anleinpflicht für Hunde im gesamten Gemeindegebiet und ein partielles Hundeverbot brachte in einer Gemeinderatssitzung im September - wegen der engen gesetzlichen Vorgaben - keine Lösung.

Auch in der kürzlichen Bürgerversammlung diskutierten die Überseer wiederum sehr emotional über dieses Thema. Ein vom Bürgermeister einberufener runder Tisch mit den fünf Antragstellern und fünf ausgewählten Hundehaltern sollte nun eine Annäherung der Standpunkte bringen.

Angesichts der Vorgeschichte seien diese Gespräche erstaunlich sachlich und konstruktiv verlaufen, berichtete der Rathauschef. So sei sogar Einstimmigkeit über die Verfahrensweise erzielt worden. Zum einen sollten noch mehr "Hundetoiletten" aufgestellt werden, etwa in Angerpoint/Mühlenstraße, Bachham/Sonnleiten sowie an den Parkplätzen bei den Weihern in Seethal und bei der Achenbrücke in Almau.

Eine Verordnung wurde gewünscht

Zum anderen wurde eine Verordnung gewünscht. Darin sollte die Verpflichtung für den Hundehalter festgeschrieben sein, den Kot ihrer Vierbeiner aufzusammeln. Außerdem sollten frei laufende Hunde nur außerhalb des Ortes geduldet werden - unter Kontrolle der Besitzer.

Diese Eckpunkte sollten laut Nitschke beim nächsten runden Tisch im Januar in eine konkrete Entscheidungsvorlage für den Gemeinderat eingearbeitet werden. Das Gremium stimmte dieser Vorgehensweise einstimmig zu.

vd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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