Jetzt sicherer am Chiemsee entlang

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Andreas Dieplinger von der Baufirma Streichen, Mathias Gerold (Planungsbüro Diepold und Gerold), MdL Klaus Steiner, der AZV-Vorsitzende Josef Mayer, Straßenbauamtsdirektor Sebald König, Bürgermeister Georg Schützinger, Marlene Berger-Stöckl und Pfarrer Pater Augustin (von links) bei der Freigabe des gut zwei Kilometer langen Geh- und Radwegs des Chiemseerundwegs.

Grabenstätt - Der Lückenschluss, ein vor kurzem erbauter Geh- und Radweg zwischen Grabenstätt und Chieming, wurde ihm Rahmen einer Einweihungsfeier für den Verkehr freigegeben.

Damit haben die langjährigen Bemühungen der Gemeinde und des Abwasser- und Umweltverbandes (AZV) einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Auf rund zwei Kilometern sorgt die Trasse nun für die Sicherheit der Radler und Fußgänger.

Gebaut wurde der Geh- und Radweg entlang der Staatstraße 2096 vergangenen Herbst im Zuge der Chiemseerundweg-Maßnahmen in zwei Bauabschnitten. Teil eins der 825 Meter langen Strecke beginnt an der Einmündung zur Innerloher Straße und schließt an den alten Geh- und Radweg nach der Abzweigung zur Hirschauer Bucht an. Bauträger ist der AZV unter Federführung von Marlene Berger-Stöckl. Sie war maßgeblich an den Vorarbeiten beteiligt und begleitete die Arbeiten bis zur Fertigstellung. Die Planung übernahm Mathias Gerold vom Planungsbüro Diepold und Gerold aus Prien. Ausführende Baufirma war die Firma Streichen aus Altenmarkt. Für diesen Abschnitt übernahm das Straßenbauamt die Kosten in Höhe von 161.000 Euro.

Bauabschnitt zwei war Sache der Gemeinde. Dabei wurde der Geh- und Radweg auf einer Länge von 1225 Metern zwischen der Einfahrt nach Hirschau und noch einige Meter weiter als bis zur Zufahrt Hirschauer Bucht saniert.

Gemeinde zahlt für größeren Parkplatz

Verbreitert und hergerichtet wurde auch der Parkplatz gegenüber der Hirschauer Bucht. Dort können jetzt 17 Autos und drei Lkw parken. Die Kosten von 175.000 Euro übernahm die Gemeinde. 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Staat.

Mit dem Ausbau entlang der stark frequentierten Staatsstraße konnte für die Radler und Fußgänger ein hohes Maß an Sicherheit gewonnen werden. Wie Straßenbauamtsdirektor Sebald König erklärte, ermittelte die Dauerzählstelle an der Staatstraße während der Spitzenzeiten einen überdurchschnittlich hohen Wert von 10.000 und im Jahresdurchschnitt von 7000 Fahrzeugen. Das Verkehrsaufkommen sei damit rund doppelt so hoch als an anderen Staatstraßen und vergleichbar mit Bundesstraßen.

Zudem bedeute der Ausbau der Straßenbegleitenden Fahrradwege einen wichtigen Schritt für die Tourismusregion Chiemgau. Der gleichen Meinung war auch MdL Klaus Steiner. Er begrüßte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit der sieben Chiemseegemeinden bei der Verwirklichung des Chiemseerundwegs. Es wäre an der Zeit, dass endlich auch die Tourismusverbände gemeinsame Sache machen würden, schließlich sei der Chiemsee "unser Juwel", betonte Steiner.

Manch harter Kampf um Zuschüsse und Grundstücksverhandlungen musste ausgefochten werden, bis das Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt werden konnte, bestätigte auch Bürgermeister Georg Schützinger. Sowohl er als auch Steiner bedankten sich deshalb bei den Grundstücksbesitzern. Schützingers besonderer Dank galt Marlene Berger-Stöckl vom AZV. Sie habe sich mit ganzer Kraft und Zähigkeit für die Sache eingesetzt, Besprechungen und Termine bei Behörden und der Regierung organisiert und das Ganze vorangetrieben. Unterstützung gab es auch von Regierungspräsident Rainer Hillebrand und dem Straßenbauamt.

"Ein positives Zeichen gesetzt"

Mit dem Ausbau des Chiemseerundweges würden mehrere Ziele verfolgt, sagte der AZV-Vorsitzende Josef Mayer. An vorderster Stelle stünden die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer. Ein wichtiger Punkt sei aber auch der Tourismus am Chiemsee, der schon lange stagniere. Die Qualitätsanforderungen an Radwege steigen, dabei müssten sich der Chiemsee und Chiemgau als Radregion Mühe geben, wenn er mithalten und, wie im regionalen Entwicklungskonzept 2007 von allen Gemeinden in der Region gemeinsam beschlossen, eine "Premiumradregion" mit möglichst vielen Sternen werden wolle. Ziel sei dabei auch eine einheitliche Beschilderung in den Chiemseegemeinden. Mit dem Ausbau des Lückenschlusses habe die Gemeinde ein sehr positives Zeichen gesetzt. Der Weg würde von den Radlern gut angenommen.

Sorge bereite noch die fehlende Unterführung nach Hirschau, die, wie schon jetzt die Radspuren zeigen, dringend erforderlich wäre, weil der Übergang auf der Staatstraße sehr gefährlich ist. Hier hoffen die Gemeinde und der AZV auf weitere Fortschritte.

Mit dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Pater Augustin und dem obligatorischen Durchtrennen eines Bandes wurde der Geh- und Radweg seiner offiziellen Bestimmung übergeben.

kem/Chiemgau-Zeitung

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