Kapelle wieder ein Schmuckstück

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Pfarrer Peter Bergmaier segnete die Malerkapelle.

Breitbrunn - Die Lourdeskapelle in Breitbrunn ist wieder ein Schmuckstück. Nach einer Restaurierung erstrahlt sie in neuem Glanz.

Pfarrer Peter Bergmaier hielt einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes und spendete dann vor Ort am Dorfweiher der Malerkapelle, wie die Einheimischen sie nennen, den kirchlichen Segen.

Die Dorfgemeinschaft nahm regen Anteil an der Feier, auch das anschließende Dorffest rund um die Kapelle war sehr gut besucht.

Der Pfarrer erinnerte in der Predigt daran, dass die Kapelle, die mitten im Ort liege, im Jahre 1889 von Josef Thalhauser, einem Maler von Breitbrunn, aus einem privaten Anliegen heraus zu Ehren der Muttergottes erbaut worden sei. Nach einer "wunderbaren Restaurierung" sei sie jetzt wieder öffentlich zugänglich. Sie sei "ein großartiges Glaubensbekenntnis".

Der Geistliche erwähnte weiter, dass in der Kapelle bis viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg intensiv Rosenkranz gebetet worden sei. Laut dem Pfarrer trugen die Mütter in den umliegenden Häusern und Höfen ihre Sorgen und Ängste über die vermissten und gefallenen Söhne und Ehemänner zur Muttergottes.

Außer den Dank an die vielen Helfer und Spender für die Restaurierung sagte der Pfarrer ein besonderes Vergelt"s Gott an den Ortsarchivar und Heimatpfleger Franz Burghardt. "Er hat sein Herzblut in die Restaurierung gehängt und viele Hebel und Hände in Bewegung gesetzt, dass Breitbrunn heute wieder eine schöne Stätte des Gebetes hat", betonte Bergmaier.

Ein Festzug führte nach dem Gottesdienst von der Pfarrkirche den Hügel hinab zur Kapelle. Gebete und Lieder zu Ehren der Muttergottes leiteten die Einweihungsfeier ein. Pfarrer Bergmaier und Gemeindeassistent Philipp Moser sprachen das Segensgebet für die der Muttergottes von Lourdes geweihten Kapelle. Gemeinsam sangen die Gläubigen das Lourdeslied.

Ortsarchivar Franz Burghardt, der "Motor der Restaurierung", führte durch die Kapelle.

"Es ist eine Freude, dass die Dorfgemeinschaft bei der Restaurierung so hervorragend zusammengearbeitet hat," so Burghardt anschließend an die Segnung. "Jeder hat irgendetwas beigetragen." Der Ortsarchivar dankte besonders den Kapellenbesitzern Georg und Christl Thalhauser, die den Großteil der Restaurierungskosten übernommen haben. Als Geschenk für die Familie Thalhauser überreichte Burghardt einen historischen Kerzenständer aus der Grotte der Kapelle.

Bürgermeister Hans Thalhauser sprach von einem "historischen Tag für die Gemeinde". Beim Grunderwerb am Dorfweiher hätte die Kommune die Kapelle zwar gerne mit übernommen. Der Bürgermeister zeigte jedoch Verständnis dafür, dass diese weiterhin in Privatbesitz bleibe.

Viele Besucher ließen sich von Burghardt durch die Kapelle mit der Lourdesmadonna führen. Erinnert wurde auch an die Einweihung am 15. Juni 1890. In feierlicher Weise war damals die Statue der Gottesmutter von vier Priestern von der Fraueninsel und einer großen Volksmenge in die Lourdeskapelle getragen worden.

Die Feuerwehr und der Trachtenverein sorgten für ein zünftiges Dorffest mit Brotzeiten, Kaffee und Kuchen. Die Breitbrunner Dorfmusikanten spielten auf.

th/Chiemgau-Zeitung

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