Diskussion über Sicherheit an der Ecke Hochries-/Spitzsteinstraße

Ketten bleiben ein Jahr

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Prien - Absperrketten zwingen die Fußgänger an der Kreuzung Spitzstein-/Hochriesstraße, den Zebrastreifen zu benutzen. Nun ist man sich dieser Maßnahme gar nicht mehr so sicher:

Vor Monaten hatten die Gemeinde an der Kreuzung Spitzstein-/Hochriesstraße den Gehweg mit Absperrketten von der Fahrbahn getrennt. So sollen Fußgänger gezwungen werden, die Zebrastreifen zu benutzen.

Im Vorfeld hatte der Arbeitkreis Verkehr einige Vorschläge gemacht, wie die Sicherheit an dieser Kreuzung verbessert werden könnte, besonders auch für Schulkinder. Ketten waren nicht darunter.

"Absperrketten sind an keiner Stelle unseres Konzepts als Maßnahme vorgesehen", heißt es in einem Schreiben von Brigitta Zinsser, die im Namen der Bürgerwerkstatt Verkehr forderte, dass die Ketten wieder entfernt werden sollen.

"Ich hätte kein Problem, die Ketten wieder wegzunehmen", räumte Bürgermeister Jürgen Seifert in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Werkausschusses ein.

"Dann haben wir aber wieder den Urzustand", gab Anton Schlosser (parteilos/CSU-Fraktion) zu bedenken und nannte als Alternative den Zebrastreifen in der Jensenstraße.

"Ich möchte die Rechtsabbiegespur aus der Spitzstein- in die Hochriesstraße zur Disposition stellen", sagte Thomas Ganter (SPD). Dann wäre platzmäßig auch eine Querungshilfe möglich. "Das Ziel soll doch sein, Prien fußgängerfreundlicher zu machen und nicht Gründe für die Anbringung von Absperrketten zu suchen."

Dem widersprach Peter Fischer (ÜWG) ganz entschieden und wies darauf hin, dass die Autofahrer im Ort nur diese eine Möglichkeit hätten, die Bahnlinie südlich der Seestraßen-Unterführung zu unterqueren. Auch Seifert fürchtet bei einem Wegfall der Abbiegespur eine Verschärfung der Verkehrsprobleme an dieser Stelle.

Hans-Jürgen Schuster (CSU) brachte das Thema Schulwegsicherheit in die Diskussion ein. "Nach meinen Beobachtungen nützen 13 bis 14 Kinder die westliche Seite der Spitzsteinstraße, auf der östlichen habe ich nur drei gezählt." Demnach habe die Gemeinde mit ihren Absperrketten "genau das Richtige gemacht". Zudem seien es die Erwachsenen, die sich beschwerten, während die Kinder sich viel vernünftiger verhielten.

Gegen die Stimmen von Seifert und Ganter beschloss der Ausschuss, die Absperrketten zunächst ein Jahr lang zu testen.

daa/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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