Mathe war für viele besonders schwer

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Prien - Abi geschafft! Überaus groß war der Jubel am Freitag, als die Schulabgänger am Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) in Prien ihre Noten erfuhren.

Überaus groß war der Jubel am Freitag, als die Schulabgänger am Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) in Prien ihre Noten erfuhren, die sie in den drei schriftlichen und zwei mündlichen Prüfungen erhalten hatten. Nur sechs der 52 jungen Frauen und 45 jungen Männer müssen diese Woche noch ins Mündliche gehen. Elf Abiturienten schafften einen Schnitt von 1,5 oder besser.

Der Gesamtdurchschnitt liegt heuer zwischen 2,3 und 2,4. Der genaue Wert ergibt sich erst dann, wenn die angesetzten mündlichen Prüfungen über die Bühne gegangen sind. Der Vergleich zum Vorjahr: 2011 waren 87 Schüler ins Abitur des achtjährigen Gymnasiums gegangen, die Gesamtdurchschnittsnote lag zwischen 2,2 und 2,3.

Anna Fichtl (1,0)

Die Jahrgangsbeste kommt in diesem Jahr aus Prien und heißt Anna Fichtl. Sie schaffte eine glatte 1,0. Wie sie in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung erzählte, will sie nun erst einmal Schlossführungen auf Herrenchiemsee geben. Im Wintersemster beginnt sie dann "auf alle Fälle" ein Studium. Was die vielseitig begabte Abiturientin genau macht, weiß sie jetzt aber noch nicht. Vielleicht geht sie in Richtung Musik, vielleicht steigt sie aber auch ein in die Rhetorik, am besten kombiniert mit Politik. Und offen ist ebenso, welche Uni sie besucht.

Moritz Flechsenhar (1,1)

Auch noch nicht festgelegt hat sich Moritz Flechsenhar aus Bad Endorf, dem mit seiner Durchschnittsnote von 1,1 nun auch alle Türen offenstehen. Jura wäre etwas für ihn, aber auch Wirtschaft. Nach den Abiturprüfungen - Physik war für ihn, wie er berichtete, am schwersten - will er jetzt erst einmal mit seiner Freundesgruppe FDZR, wie er sagt, feiern. Und dann geht's weit weg: eineinhalb Monate nach Australien.

Mit 1,2 schaffte auch Julia Stemmer aus Bernau ein tolles Abitur. Wenn sie auf die Prüfungen zurückblickt, dann kann sie genau genommen nicht sagen, dass ein Fach besonders schwer gewesen war. Schön war für sie die Prüfung in Wirtschaft - kein Wunder, erreichte sie in diesem Fach mit 15 doch die volle Punktzahl. Eine Reise, vielleicht nach Kanada, will sie jetzt unternehmen. Und was danach kommt, steht noch in den Sternen. "Ich habe noch keinen Plan."

Julia Stemmer (1,2)

Bioinformatik oder Theologie "gerne in München" studieren will Marinus Wieshuber aus Aschau. Auch er kam mit einer 1,2 ins Ziel. Am schwersten war für ihn Mathe, am besten war er in Religion. Ehe er an die Uni geht, möchte er in der nächsten Zeit etwas ganz Wichtiges machen - und zwar Geld verdienen. Einen Job hat er noch nicht, aber er ist zuversichtlich, einen zu bekommen. So kann er sich gut und gerne vorstellen, etwa an einer Tankstelle den einen oder anderen Euro zu erarbeiten.

Marinus Wieshuber (1,2)

Stefanie Klampfleitner aus Frasdorf freut sich über einen Schnitt von 1,3. Mathe hat ihr, wie sie verrät, schon ein bisschen zu schaffen gemacht, die anderen Abiturprüfungen waren ihrer Ansicht nach nicht so schwer. Auch sie will nun zunächst einmal Geld verdienen - und dann, was zweifellos alle Abiturienten nach dem Prüfungsmarathon verdient haben, Urlaub machen. Und so begibt sie sich mit Freundinnen auf in die österreichische Hauptstadt, nach Wien. Im Wintersemester beginnt sie dann ihr Studium. Für Medizin hat sie sich entschieden - entweder in München oder in Innsbruck.

Tolle Leistungen am Ludwig-Thoma-Gymnasium zeigte auch Sarah Laamimach aus Prien. Erst nach der zehnten Klasse war sie von der Realschule ans Gymnasium gewechselt. Und am Ende legte sie nun das Abi mit 1,3 ab. Mathe war für sie am schwersten, obwohl sie in diesem Fach, wie sie erzählte, gut ist. Nach dem Abitur will sie nun ein Jahr ins Ausland gehen. Die USA nimmt sie in den Blick, auch Costa Rica, nun ja, vielleicht fährt sie auch in beide Länder. Studieren will sie internationale Beziehungen - wenn sie reinkommt - an der Technischen Universität Dresden.

Baptist Gabriel aus Aschau - er schaffte 1,5 - zieht es nun zuerst einmal in die Ferne. Mit dem Daumen, also per Anhalter, will er in den nächsten Wochen "nach Osten" fahren. Und wenn er wieder zuhause ist, dann versucht er, sich zum Buchhändler ausbilden zu lassen. Sein Fernziel lautet: Studium der Literaturwissenschaften. Welche Uni am Ende heraukommt, nun, diese Frage entscheidet er dann, wenn's so weit ist.

Stefanie Klampfleitner (1,3)

Für Sophie Henze aus Aschau ist, wie sie berichtet, "alles wie im Rausch vorbeigeflogen". In den Prüfungen erwies sie sich als fleißige Punktesammlerin. Das Ergebnis spricht für sich: Ihr Schnitt beträgt 1,5. Jetzt will sie erst einmal entspannen - was jedoch nicht heißt, dass sie nur noch die Füße hochlegt. Im Gegenteil, Geld verdienen möchte sie, etwa als Kellnerin in Rosenheim. Und dann geht's ab an die Uni: Im Wintersemester fängt sie Jura an - und zwar in Hamburg. Die Hansestadt ist für sie hinter München die schönste Stadt in Deutschland.

Anna Höper aus Prien will auch studieren, weiß aber noch nicht, welche Richtung sie einschlägt. Wie viele andere empfand auch sie Mathe von allen Abiturprüfungen am schwersten. Doch auch diese hohe Hürde nahm sie recht gut - und so schaffte sie am Ende einen Schnitt von 1,5. Nach dem Abistress schnürt sie sich die Wanderschuhe. Ihr Ziel: Den Jakobsweg in Spanien will sie gehen.

Auch Benjamin Hofmann aus Söchtenau erreichte 1,5. Für ihn war die Deutschprüfung alles andere als einfach, musste er doch, was ihm nicht so gut liegt, eine Analyse erstellen. Weitaus lieber hält er etwa eine Rede. Wenn er das Zeugnis in die Tasche gesteckt hat, dann reist er nach Spanien zu Freunden. Und der Ernst des Lebens beginnt wieder, wenn er nach dem Urlaub in ein achtwöchiges Praktikum einsteigt. Er braucht diese Erfarungen in der Praxis, weil er im Herbst anfängt, Maschinenbau zu studieren - wenn's geht an der Technischen Universität München.

Ein weiterer Abiturient wollte nicht in die Zeitung kommen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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