Mehr Geld, mehr Veranstaltungen, mehr Besucher

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Die erste "lange blaue Nacht" war vom Wetterglück begünstigt. Nach einem Wolkenbruch riss rechtzeitig der Himmel auf.

Prien - Der "PrienPartner"-Verein hat seine Mitgliedsbeiträge deutlich angehoben. Das zusätzliche Geld soll dafür eingesetzt werden um mehr Menschen nach Prien zu locken.

25 von 30 Stimmberechtigten votierten im "Bayerischen Hof" dafür, die Jahresbeiträge deutlich anzuheben. Abhängig sind sie von der Betriebsgröße. Ein Mitglied mit bis zu drei Arbeitnehmern zahlt ab 2012 200 Euro jährlich (bisher 108), mit bis zu acht Mitarbeitern 300 (180) und mit mehr Personal 400 (300) Euro.

Bei 130 Mitgliedern sollen so 36000 Euro Beiträge in die Kasse kommen, rechnete Zweiter Vorsitzender Dirk Voggenauer in Vertretung von Schatzmeister Peter Wulf vor. Zusammen mit den Einnahmen aus Standgebühren des freitäglichen "grünen Marktes" und einem Zuschuss der Gemeinde rechnen die "PrienPartner" 2012 mit einem finanziellen Handlungsspielraum von deutlich über 50000 Euro.

Über die kommunale Förderung muss der Marktgemeinderat noch befinden. Bürgermeister Jürgen Seifert hatte vor der Gründung des Nachfolgevereins des "Verbands Priener Unternehmer" (VPU) angekündigt, auf jeden Euro Mitgliedsbeitrag einen Euro Zuschuss draufzulegen.

Eine weitere, erhoffte Finanzquelle wird nicht sprudeln. Auf Nachfrage erklärte Wirtschafts- und Tourismusreferent Klaus Löhmann, dass der Antrag der Gemeinde auf Städtebauförderung bei der Regierung nicht berücksichtigt worden sei. "Wir werden es aber wieder probieren, das Thema ist politisch relativ weit oben. Es kann nicht sein, dass wir nichts kriegen", deutete er an, dass sich die Gemeinde vielleicht nicht widerspruchslos mit der Absage abfinden will.

Im Grobentwurf des Jahresbudgets, das Voggenauer präsentierte, hielten sich Einnahmen und Ausgaben in etwa die Waage. Für den überwiegenden Teil auf der Sollseite leisten sich die "PrienPartner" eine festangestellte Mitarbeiterin. Die Aufgabe des "Kümmerers", wie dieser Posten schon im Vorfeld von den Beteiligten propagiert worden war, hat Ida Brömse übernommen, die sich in der Versammlung vorstellte.

Ihr Praktikum, das die studierte Betriebswirtin und Industriekauffrau, die seit über 20 Jahren in Prien lebt und zuletzt im Softwarevertrieb selbstständig war, seit Mitte Juni absolviert hatte, mündete zum 1. Oktober in eine Festanstellung - ihren "Traumjob", wie Brömse versicherte.

Für die Weihnachtslosaktion, die 2010 noch unter dem Dach des VPU erstmals initiiert worden war, hat sie nach eigenen Angaben bereits 6050 Lose an die "PrienPartner"-Betriebe verkauft, die wiederum auch gut 60 Preise zur Verfügung gestellt haben. Mit dem Erlös aus dem Losverkauf werden die drei Hauptpreise finanziert, eine einwöchige Familienreise sowie zwei Wochenendstädtereisen für Zwei.

Die Organisation der Losaktion in der Vorweihnachtszeit ist eine der dringlichen, weil termingebundenen Aufgaben für Brömse. Die erste "lange blaue Nacht" Anfang August oder auch die Premiere der "Kinder- und Schülertage" vor den Sommerferien waren erste sichtbare Resultate der Arbeit in den Führungsgremien der "PrienPartner" und der gezielten Zusammenarbeit mit der gemeindlichen Priener Tourismus GmbH (PTG).

Der junge Verein muss die Balance suchen und finden zwischen schnellen Ergebnissen, um Stillstand zu verhindern und die Erwartungen der Mitglieder zu befriedigen, und einem langfristig angelegten Konzept. Daran wird seit der Gründung mit Nachdruck gearbeitet, berichtete Vorsitzender Andreas Kaiser. "In der Zwischenzeit hat sich eine schlagkräftige Mannschaft gebildet", beschwor er das "Teamwork" auch vermeintlich konkurrierender Betriebe und Branchen.

Gut 20 Personen gehören dem "PrienPartner"-Vorstand inklusive Beirat an, in mehreren Sitzungen habe sich diese Führungsmannschaft gefunden und Aufgaben wiederum an Arbeitsgruppen verteilt. Kaiser warb auch um Verständnis, wenn die Kommunikation bei den ersten Aktionen mit Beteiligung des Vereins wie "Swinging Prien" noch nicht reibungslos verlaufen sei. "Das wird nicht mehr passieren, weil es einen Aktionsplan gibt", versprach der Vorsitzende. Über diesen Jahres-Veranstaltungsplan berichten wir noch gesondert.

Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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