Mehr Platz für die neue Halle

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Durch den Kauf eines zusätzlichen Grundstücks an der Straße (im Plan gelb markiert) hat die Gemeinde Breitbrunn jetzt mehr planerische Möglichkeiten für die Mehrzweckhalle. Deshalb kommt die bisherige Planung nochmal auf den Prüfstand.

Breitbrunn - Die Planung für die Mehrzweckhalle kommt nochmal auf den Prüfstand. Die Gemeinde hat ein zusätzliches Grundstück erwerben können.

Weil jetzt mehr Platz ist, könnte die Halle größer gebaut werden als bisher geplant.

Als "historische Chance" bezeichnete bei der Bürgerversammlung beim "Koniwirt" ein Zuhörer den geplanten Bau nahe der Fußballplätze. Weil dem so ist, will der Gemeinderat die Planung nochmal prüfen lassen. In der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung hatte das Gremium dem Kauf eines 800 Quadratmeter großen Grundstücks neben dem bisher zur Verfügung stehenden Areal zugestimmt. Mit der Eigentümerin bestehe Einigkeit, es fehle nur noch die Unterschrift, erklärte Bürgermeister Hans Thalhauser auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung.

Mit der bisherigen Planung waren die baulichen Möglichkeiten des ursprünglichen Areals inklusive Parkplätzen komplett ausgereizt. In diesem Rahmen war ein Spielfeld vorgesehen, das etwa drei Meter länger ist als das einer sogenannten Einfach-Turnhalle.

Der Förderverein und Teile des Gemeinderats hatten dies als zu klein empfunden, erinnerte Thalhauser. Deshalb solle der beauftragte Architekt nun noch einmal eine "Eineinhalbfach"-Halle als Alternative planen, vor allem auch hinsichtlich der Kosten.

Wie der aktuelle Grundstückskauf wäre eine mögliche Kostensteigerung durch eine Vergrößerung allein Sache der Gemeinde Breitbrunn. Wie wiederholt berichtet, haben Breitbrunn und Gstadt für den Bau der Halle eigens ein gemeinsames Kommunalunternehmen gegründet. Mehrere Ortsvereine sind gemeindeübergreifend, vor allem auch der TSV Breitbrunn-Gstadt.

An den bisher veranschlagten Gesamtkosten von drei Millionen Euro will sich die Nachbarkommune Gstadt mit einem Drittel beteiligen. Deren Bürgermeister Bernhard Hainz hatte in der Bürgerversammlung kürzlich im "Schalchenhof" erneut betont, dass Gstadt nicht mehr als die vereinbarte eine Million Euro für das Gemeinschaftsprojekt beisteuern werde.

Breitbrunn hat indessen seit 2009 jährlich jeweils 500.000 Euro für das Großprojekt angespart, als inklusive 2011 bisher 1,5 Millionen. Die noch fehlenden 500.000 Euro sollen im nächsten Jahr bereitgestellt werden.

Sollten sich durch eine erweiterte Planung nun Mehrkosten ergeben, gingen diese komplett zu Lasten der Gemeinde Breitbrunn. Um den Mehraufwand einer denkbaren Erweiterung zu kompensieren, ist es laut Thalhauser möglich, eine einfachere Halle "von der Stange" zu bauen als bisher vorgesehen sowie die Räume für die Vereine in ein eigenes Gebäude auszugliedern, das aber mit der Halle verbunden wäre. So könnte eine gemeinsame Nutzung der Sanitärräume in der Halle gewährleistet werden.

Die bisherige Planung sieht ein 44 Meter langes und 25 Meter breites Gebäude vor. Während das 462 Quadratmeter große Sportfeld über beide Etagen reicht, sind die übrigen Räume auf zwei Geschosse verteilt. Im Untergeschoss sind unter anderem ein Gymnastikraum, ein Schießstand sowie Lagerräume vorgesehen, im Obergeschoss ein Mehrzweckraum mit 200 Sitzplätzen samt Bühne und angegliederter Küche.

Über weitere Themen derBreitbrunner Bürgerversammlung berichten wir noch gesondert.

Dirk Breitfuß (Chiemgau-Zeitung)

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