Neue Baugrundstücke werden ausgewiesen

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Bernau - Auf einer gut 4000 Quadratmeter großen Fläche südlich des neuen Penny-Marktes will die Gemeinde Bernau weitere Baugrundstücke ausweisen. Das beschloss nun der Gemeinderat.

Man plant, den Grund und Boden in diesem Mischgebiet für die Errichtung teils von Gewerbebauten, teils von Wohnhäusern zur Verfügung zu stellen. Erste grundsätzliche Überlegungen insbesondere über die Anlage der Zufahrt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung angestellt.

Der südliche Ortsrand von Bernau ist eine attraktive Gegend. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viele Parzellen am Mitterweg und den angrenzenden Straßen ausgewiesen und damit dann zahlreichen Häuslebauern die Chance gegeben, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Nach langen Diskussionen gab die Kommune auch für den Bau eines Lebensmittelmarktes an der Rottauer Straße grünes Licht. Diese Baumaßnahme ist inzwischen abgeschlossen - Penny hatte den Betrieb schon vor geraumer Zeit aufgenommen.

Anfragen aus dem Gewerbe

Die Bebauung am südlichen Rand von Bernau geht weiter. Jetzt rückt der Bereich bis zur Kreuzstraße in den Mittelpunkt. Und in diesem Zusammenhang will die Gemeinde nun auch ihre gut 4000 Quadratmeter große Fläche zwischen der Rottauer, der Kreuz- und der Lindenstraße bebaubar machen. Ihre Grundhaltung: Den größeren Teil will sie den Gewerbetreibenden anbieten, den kleineren Familien oder anderen Bauherren von Wohnhäusern.

Von einer genauen Parzellierung ist die Gemeinde noch weit entfernt, so viel beginnt sich jedoch schon jetzt abzuzeichnen: Voraussichtlich entstehen an der Rottauer Straße zwei größere Grundstücke für Gewerbebauten und an der Lindenstraße drei kleinere für Wohnhäuser.

Wie in vielen anderen Orten ist auch in Bernau vor allem Baugrund für das Gewerbe heiß begehrt. Und so haben schon jetzt, da die Gemeinde erst beginnt, Baurecht in dem Mischgebiet zu schaffen, Betriebe ihr Interesse angemeldet. Wie Bürgermeister Klaus Daiber in der Sitzung informierte, seien schon Anfragen aus dem Gewerbe eingegangen.

Um Baurecht auf ihren 4000 Quadratmetern zu schaffen, muss die Kommune einen Bebauungsplan aufstellen. Erste Grundlagen hat der Gemeinderat nun am Donnerstag bestimmt. Festgelegt hat das Gremium insbesondere, dass die Zufahrt zu dem Mischgebiet einmal über die Kreuzstraße erfolgen wird. Eine Erschließung über die Lindenstraße will der Rat nicht weiter verfolgen. Der Grund: In diesem Fall würden die Autos dann durch das dortige Wohngebiet fahren - was jedoch, so der Tenor, zu vermeiden sei.

Vieles bleibt vorerst noch offen - etwa auch die Frage, ob die Gemeinde die Parzellen für die Wohnbebauung über das Einheimischenmodell zu günstigeren Grundstückspreisen an Ortsansässige abgibt oder auf dem freien Markt teurer verkauft. Noch nicht festgelegt hat der Gemeinderat außerdem, ob auf diesen Grundstücken Ein- oder Mehrfamilienhäuser gebaut werden dürfen. Er will von einem Architekten mehrere Möglichkeiten für die weitere Planung ausarbeiten lassen und dann eine Entscheidung treffen.

Varianten für Wohnbebauung

Zweiter Bürgermeister Matthias Vieweger (CSU) erinnerte daran, dass an der einen Seite der Lindenstraße bereits Einfamilienhäuser errichtet worden seien. Im Sinne einer einheitlichen, gefälligen Gestaltung hielt er eine Bebauung mit eben solchen Häusern auch auf der anderen Seite für erstrebenswert. Sepp Genghammer (Bündnis 90/Die Grünen) meinte hingegen, dass im Rahmen einer Besiedelung nicht immer gleich so viel Fläche verbraucht werden sollte. Statt Ein- seien Mehrfamilienhäuser in Betracht zu ziehen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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