Neue Brücke am Chiemseeufer ist fertig

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Auf dem Chiemseerundweg ist die neue Brücke über den Greamandlweiher an der Prienmündung fertig. Ab morgen, Samstag, ist sie begeh- und befahrbar.

Rimsting - Die neue Brücke über den Greamandlweiher an der Prienmündung ist fertig. Ab Samstag können sie Fußgänger und Radfahrer benutzen.

Die Holzbrücke mit Schindeldach gilt als eine der schönsten Brücken im Verlauf des Chiemseerundweges von Prien (Osternach) nach Rimsting (Schafwaschen) und weiter nach Breitbrunn und Gstadt.

Sie löst die bisherige sogenannte Rialto-Rundbrücke ab, deren Enge und steile Auffahrt immer wieder zu Schwierigkeiten zwischen Fußgängern und Radfahrern geführt hatten. Die neue Brücke ist jetzt drei Meter breit und wesentlich flacher, wobei der Greamandl-Berufsfischer immer noch gut seinen Anlegeplatz am Weiher erreichen kann.

Die Gemeinde Rimsting als Bauherr hat tief in die Tasche gegriffen und die Erhöhung der ursprünglich geschätzten Baukosten um 30000 Euro auf 270000 Euro akzeptiert. Sie kann jedoch mit einer staatlichen Förderung in Höhe von 50 Prozent rechnen. Und der Markt Prien als unmittelbarer Nachbar steuert 50000 Euro bei. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich somit auf rund 90000 Euro.

Die Abwicklung des Neubaus gestaltete sich sehr schwierig, da es von beiden Seiten zur Baustelle, von Richtung Osternach im Süden und von der Strandanlage an der Mündung der Prien in den Chiemsee im Norden, keine geeignete Zufahrt für die Baumaschinen gab. Zur Verfügung standen lediglich schmale Uferwege. Sie hätten jedoch die Belastung durch die schweren Maschinen nicht verkraftet. Und so entschloss sich die Baufirma - mit Genehmigung der Naturschutzbehörde -, über die Prien nahe des Mündungsbereiches eine Furt zu bauen. Die Maschinen konnten dann die nahe Baustelle am Greamandlweiher erreichen. Allerdings brachte dann ein Hochwasser Verzögerungen, da die Furt zum Teil wieder weggeschwemmt worden war.

Rücksicht genommen werden musste auch auf die Biberfamilie mit zwei Jungen, die in der Nähe ihre Burg hatte. So hatte die Gemeinde mit dem Bau noch im vergangenen Jahr begonnen, aber dann in den Wintermonaten eine Pause eingelegt, um die Biberfamilie nicht zu stören.

Die Gemeinde will keine besondere Einweihung der Brücke vornehmen, sondern ihre gesamten Maßnahmen, die sie im Rahmen einer Aufwertung des Chiemseeuferweges ergriffen hat, wie auch den Neubau der Brücke über die Prien, die Verbreiterung des Uferweges von Schafwaschen bis Aiterbach und den Neubau des Rundweges von Aiterbach bis Hochstätt in einer gemeinsamen Feier präsentieren. Dazu kommt voraussichtlich auch Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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