Aktion von Tierrechtsorganisation in Prien

"Häutungsaktion" sorgt für Aufsehen - Passanten eilen zu Hilfe

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Prien - Am 19.02 errichtete die Tierrechtsorganisation Animals United einen Stand am Marktplatz und kämpft gegen die Tierhäutungen an, es wurde sogar eine Häutung vorgeführt.  

Am Freitag klärten Aktive der Tierrechtsorganisation Animals United in Prien am Chiemsee auf dem Marktplatz zwischen dem Geflügelwagen, Metzger und einem Stand der Felle verkaufte mit einem Infostand und einer aufsehenerregenden "Häutungsaktion" über die Pelzindustrie mit dem Slogan "Wer Pelz trägt, trägt den Tod" auf. Eine ähnliche Aktion gegen die Pelzindustrie hatte es im Januar in Mühldorf gegeben.

Trotz des kalten und nassen Winterwetters kamen einige Aktive, um sie zu unterstützen. Mithilfe von Flyern und dem Infostand, der mit Plakaten und Anti-Pelz Schirmen dekoriert ein eindeutiges Zeichen gegen Pelz setzte, klärten sie die Passanten über die Methoden der Pelzindustrie auf. Der vierstündige Aufklärungsdienst wurde nach Angaben der Gruppe sehr gut angenommen. 

Einige interessante Gespräche hätten geführt werden können, viele Passantinnen hätten sich interessiert und sichtlich schockiert gezeigt, als sie erfuhren, dass Echtpelz oft als Kunstpelz deklariert verkauft wird und dass dieser meist auch noch billiger ist als das Imitat. Einer Dame habe man sogar aufzeigen können, dass sie einen echten Pelzkragen trug worauf diese meinte: „Ich ekel mich gerade vor mir selber.“

Besonders aufsehenerregend war die "Häutungsaktion", die so authentisch war, dass einige Passanten der mit einem Pelz bekleideten Aktivistin zur Hilfe eilen wollten. Durch professionelles Auftreten der Aktiven konnten sie, diese allerdings schnell davon überzeugen, dass ihr im Gegensatz zu den echten Pelztieren kein Haar gekrümmt werde und es sich nur um ein Schauspiel handelte. Laut schreiend lief eine Aktivistin über den Platz, gefolgt von ihrem „Jäger“. 

Kurz vor dem Denkmal, das mit Plakaten, Grablichtern und gespendetem gebrauchten Echtpelz gestaltet neben dem Infostand errichtet worden war, fand die „Häutung“ statt. Anschließend blieb die Aktivistin noch einige Minuten reglos auf Müllsäcken liegen, genau wie in der Pelzindustrie, wo die meist auch nach der Häutung noch lebendigen Tiere oft Minuten lang unter qualvollen Schmerzen litten, bevor sie sterben.

 Pressemitteilung AG Chiemgau / Animals United

Quelle: rosenheim24.de

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