Lechnerhaus in Prien wird abgerissen

Seifert: "Wir wollen keine Zeit mehr verlieren"

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Prien am Chiemsee - Seit geraumer Zeit ist es um die Standsicherheit des alten Lechnerhauses an der Beilhackstraße nicht gerade gut bestellt. Jetzt macht die Marktgemeindeverwaltung kurzen Prozess:

Bereits im Jahr 2014 zeigte ein Gutachten, dass sich das alte Lechnerhaus auf einem Grundstück an der Beilhackstraße, sowohl in Hinblick auf die Standsicherheit, als auch beim Brandschutz nicht mehr von seiner besten Seite präsentierte.

Jetzt verdeutlichte eine neu in Auftrag gegebene Analyse des Hauses, dass sich bereits seit geraumer Zeit im Besitz und Eigentum der Kommune befindet, den kompletten Zustand. "Das Lechnerhaus ist nicht mehr sanierungsfähig und soll künftig abgerissen werden", erklärt Bürgermeister Jürgen Seifert im Gespräch mit rosenheim24.de. Dafür entschied sich der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch Abend.

Sanierung unverhältnismäßig teurer als Neubau

Anstelle der in die Jahre gekommenen Immobilie soll künftig ein Neubau, im 90-Grad-Winkel gedreht, entstehen. Erst recht in Bezug auf die Wohnqualität ergäben sich so enorme Verbesserungen, so der Bürgermeister weiter. Sowohl bei der neuen West-Ost-Ausrichtung der Wohneinheiten, also auch bei der Raumaufteilung an sich, seien zukünftig mehr Planungsspielräume und somit weitaus angenehmere Einteilungen möglich.

"Wir haben uns in den letzten Jahren bei den Planungen zurückgehalten, weil wir einer Umgehung, in welcher Form auch immer, nicht im Weg stehen wollten. (...) Jetzt wollen wir keine Zeit mehr verlieren", ergänzt Jürgen Seifert in Hinblick auf die verkehrliche Situation im Bereich des alten Lechnerhauses.

Über die Kosten der kommenden Maßnahme konnte der Bürgermeister noch keine Angaben machen. Laut gutachterlichen Schätzungen würden die Sanierungskosten rund ein Drittel über den für den Neubau nötigen Geldern liegen. Am Ende der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung des Gremiums in Prien. 

Neuer Verwendungszweck für neues Gebäude

"Mit der Neugestaltung sind wir zudem in der Lage, viel mehr Wohnraum zu schaffen", fährt der Bürgermeister fort. Neben mindestens zwei Sozialwohnungen, sollen dann künftig zwischen 60 und 70 Asylbewerber im neuen Lechnerhaus unterkommen. Im Trockenbauverfahren sollen die Räumlichkeiten ganz flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassbar sein. In der nächsten Bauausschusssitzung soll dann bereits der Bauantrag für das neue Gebäude behandelt werden.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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