LKZ als Basis für ein Startup

"Nicht wie Bill Gates in der Garage anfangen"

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16 Firmen unter einem Dach, insgesamt 70 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro: Das LKZ in Prien am Chiemsee

Prien am Chiemsee - Silicon-Valley, bloß in Oberbayern: Wie der Landkreis, aber auch die einzelnen Gemeinden, künftig agieren müssen, um neuen Unternehmen Chancen bieten zu können:

16 Firmen unter einem Dach, insgesamt 70 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro: Das sind die Eckdaten des Logistik Kompetenz Zentrums, kurz LKZ, in Prien am Chiemsee. Was auf den erst Blick wie eine kleine Unternehmensgruppe aussieht, ist aber in Wirklichkeit viel mehr: "Anfangs wurde das Projektmanagement im Bereich Logistik angetrieben. (...) Mittlerweile bieten wir vielfältige Kontakte, um jungen Leuten Türen aufzumachen", erklärt Karl Fischer, Geschäftsführer des LKZ. Ein angenehmer Nebeneffekt: Dank der Vernetzung und der räumlichen Nähe zueinander, entwickeln sich vielfältige Synergien.

Was haben die lokale Politik, das LKZ und ein Startup-Unternehmen gemeinsam?

(v.l.) CIO Florian Bodner, CTO Mathias Meinke und CEO Dominik Birgelen  der oneclick AG am Mittwoch im Priener LKZ

Ein Unternehmen, das bereits von der Struktur im LKZ profitiert hat, ist die oneclick AG. Mit seinen aktuell rund 20 Mitarbeitern kümmert sich das Startup-Unternehmen um browserbasierte Softwarelösungen. "Wir verstehen unser Angebot wie eine Software-Bereitstellungs-Plattform. (...) Egal welche Software der Kunde dabei nutzt, wir stellen den zentralen Platz zur Verfügung", erklärte Florian Bodner, CIO bei der oneclick AG.

Eine Idee, die sich innerhalb von nur zwei Jahren zu einem Kassenschlager entwickelt hat. Bis zum Ende des Jahres plant das Unternehmen, die Mitarbeiterzahl von aktuell 20 auf dann 50 Angestellte aufwachsen zu lassen. "Uns ist wichtig, dass es allen Mitarbeitern gut geht. Die sogenannte Work-Life-Balance spielt dabei eine ganz besondere Rolle", ergänzte auch Mathias Meinke, CTO bei oneclick. Die Entscheidung für den Standort Prien sei daher auch ganz bewusst getroffen worden. Nicht nur in Saschen Infrastruktur, der günstigen Verkehrsanbindung zwischen den Zentren München und Salzburg, sondern auch beim Freizeitwert könne die Marktgemeinde am Chiemsee ihre Trümpfe ausspielen, unterstrich auch Dominik Birgelen, der Geschäftsführer des Unternehmens.

30 offene Stellen, aber zu wenige Bewerber?

(v.l.) Bürgermeister Jürgen Seifert, LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer und der stellvertretenden Landrat Josef Huber am Mittwoch beim Treffen in Prien am Chiemsee

"Innovation ist schließlich von überall aus möglich", zeigte sich Priens Bürgermeister Jürgen Seifert stolz auf den Erfolg des heimischen Unternehmens. Eine Entwicklung, die es künftig weiter zu forcieren gelte. Dabei behilflich sei auch das neue digitale Gründerzentrum, dass in Rosenheim bald entstehen könnte, so Seifert. "Wir bieten mit dem LKZ die besten Voraussetzungen. Unternehmen müssen nicht wie Bill Gates in der Garage anfangen", so der Bürgermeister weiter.

Trotzdem kämpft das noch junge Unternehmen mit Problemen: "Neue Mitarbeiter zu gewinnen wird immer schwieriger", beklagte Mathias Meinke. Bürgermeister Jürgen Seifert und auch der stellvertretende Landrat Josef Huber führten den Umstand auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zurück. "Die Schönheit unserer Region behalten wir sowieso, jetzt müssen wir die Wirtschaft auch in dieser Richtung weiter fördern", so Huber. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen draufkommen, dass man bei uns besser arbeiten kann", ergänzte Jürgen Seifert. Um aber die Region nicht zu überfordern, sprach sich der Bürgermeister in diesem Zusammenhang für ein maßvolles Wachstum aus. 

Quelle: rosenheim24.de

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