Ein Boot vom Innenminister!

Priener Feuerwehr sticht mit neuem Gerät in See

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Mit einer Kapazität von zwölf Personen dürfte das neue Boot der Priener Feuerwehr für jeden Zweck gerüstet sein (Symbolbild)

Prien am Chiemsee - Die Anweisung kam direkt von Innenminister Herrmann, jetzt freuen sich die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr über ein ganz besonderes Einsatz-Gerät:

"Nicht nur für den Einsatz auf dem Chiemsee, sondern auch für den Brandschutz von Schloss Herrenchiemsee", so umschrieb Bürgermeister Jürgen Seifert das Einsatzgebiet des neuen Fahrzeugs, das künftig der Freiwilligen Feuerwehr Prien unterstellt sein wird. Ein Großteil der Mittel kommen dabei direkt von Innenminister Joachim Herrmann, der sich im Rahmen seines Urlaubs am Chiemsee vom desolaten Zustand des Vorgängerschiffes überzeugt hatte. 70 Prozent der Kosten des neuen Mehrzweck-Feuerwehr-Bootes übernimmt jetzt der Freistaat.

Spezielles Boot für einen spezialisierten Zweck

"Auf der Herreninsel ist eine Feuerlöschgruppe stationiert. Das neue Boot wird zwei Hauptaufgaben haben", so Seifert am Mittwoch im Rahmen der Marktgemeinderatssitzung im Priener LKZ. Neben dem reinen Übersetzen von Kräften auf die Herreninsel bei jedem Wasserstand, soll durch das neue Gerät auch das in die Jahre gekommene Vorgängermodell ersetzt werden. "Was wir hier brauchen geht weit über die Anforderungen an andere Boote hinaus", so der Bürgermeister weiter; erst recht in Hinblick auf die Kosten:

Bei einem Bruttopreis von rund 320.000 Euro ist das Fahrzeug der finnischen Firma "Juha Snell OY aus Kellokoski kein Schnäppchen, lag aber beim Vergleich mit den Angeboten der anderen fünf beteiligten Firmen an der Spitze. Als Eigenanteil bleibt der Marktgemeinde eine Summe in Höhe von 40.000 Euro, der Landkreis Rosenheim beteiligt sich mit rund 55.000 Euro. Der Rest, knapp 222.000 Euro kommt direkt aus dem Budget des Innenministeriums.

Mit einer Kapazität von 12 Feuerwehrleuten in voller Einsatzmontur, die witterungsgeschützt transportiert werden können, soll das Boot für jeden Lösch- und Rettungseinsatz auf dem Chiemsee geeignet sein. Statt einer herkömmlichen Schraube verfüge das Gerät über einen sogenannten "Jet-Antrieb", der bei jedem Wasserstand einsatzfähig sein soll. Dazu kommen dann noch spezielle Aufbauten für die unterschiedlichen Anforderungen.

"Das ist keine Schale vom Band. Hier handelt es sich um eine Einzelanfertigung", so Bürgermeister Jürgen Seifert abschließend. Wohl auch ein Grund dafür, dass das teuerste Angebot nochmal 200.000 Euro über dem jetzigen Preis für das Feuerwehr-Boot lag.

Quelle: rosenheim24.de

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