Umweltorganisation fordert "Schutzgebiet Arktis!"

Eisbär sucht Asyl auf der Herreninsel

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In einer Pause zwischen den Touristenströmen richtet die Eisbärdarstellerin ihren Kopf; rechts daneben versucht ein zweiter Eisbär (zum Aufblasen), einem nachgestellten Ölunfall zu entkommen. Hinten das Ticketcenter der Herreninsel.

Prien am Chiemsee - Zwei Eisbären besuchten zusammen mit Greenpeace Rosenheim die Herreninsel. Was die Aktivisten fordern? Die Rettung der Arktis! Hier mehr Info und die Fotos:

Am vergangenen Sonntag besuchte die Greenpeace Gruppe Rosenheim die Herreninsel. Doch nicht als Touristen, sondern mit einer Mission - und zwei Eisbären (einer "lebendig" - ein Mensch im Kostüm - einer aufblasbar). Absicht war, auf die Bedrohung der Arktis durch den Klimawandel hinzuweisen. Weil durch menschgemachten CO2-Ausstoß das Eis in der Arktis schmilzt und industrielle Erschließung droht, fordert Greenpeace ein "Schutzgebiet Arktis" und den Verzicht auf industriellen Fischfang und Ölförderung in dieser ökologisch sensiblen Region.

Greenpeace sammelt Unterschriften

Gemeinsam mit Greenpeace Chiemgau sammelten die Rosenheimer Umweltaktivisten Unterschriften für diese Forderung. Bisher unterschrieben weltweit schon über 7 Millionen Menschen, darunter auf der Herreninsel auch Touristen aus China, Taiwan und Slowenien.

Zwischen Anlegestelle und Besucherzentrum erschienen als Teil des Greenpeace-Teams auch zwei Eisbären: Einer, akut bedroht durch eine Ölpest, ein anderer wurde als "Botschafter" mit dem Kanu über den Chiemsee gepaddelt: Seine Spezies ist vom Schmelzen des Eises akut bedroht – und auch von der auf jede Ölförderung folgenden Ölverschmutzung. Schon beim alltäglichen Betrieb tritt Öl aus, zudem kommt es bei längerer Laufzeit fast unweigerlich zu Unfällen, deren Folgen in der kalten Arktis noch schwieriger zu beseitigen sind als irgendwo sonst auf der Erde. Die Wahrscheinlichkeit für so einen Unfall schätzt die US-Regierung auf 75% während 51 Jahren Laufzeit.

Greenpeace mit Eisbären auf der Herreninsel

Weltgrößter Putzlappen

Damit der Ölkonzern Shell diesen Schmutz wenigstens symbolisch aufwischen kann, will Greenpeace auch den weltgrößten Putzlappen zur Verfügung stellen – Shell, eines der größten Unternehmen weltweit, und bekannt für Missachtung von Umweltschutz und Menschenrechten, ist im Moment dabei, erste Probebohrungen in der Arktis zu starten und kämpft schon seit langem gegen widrige Bedingungen in der Arktis und Greenpeace-Blockaden.

Für den riesigen Putzlappen, der im Moment in Hamburg zusammengenäht wird und Shell im Herbst übergeben werden soll, sammelten die Aktivisten, ob in- oder außerhalb des Eisbärkostüms, auch viele kleine Putzlappen, die von den Besuchern der Herreninsel gestaltet wurden, mit Bildern und Botschaften wie "Rettet die Arktis","Eis statt Öl!", "Keine Ölbohrung in der Arktis!" oder"Shell: Go green, not arctic!"

Informationen zur internationalen Kampagne "Save the arctic" finden sich auf www.greenpeace.de/schuetzt-die-arktis#machmit

Greenpeace mit Eisbären auf der Herreninsel

Pressemitteilung Greenpeace Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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